Bei nun vier Punkten Rückstand ist der Tabellenführer aus Senden in den restlichen Spielen kaum noch einzuholen. "Wir müssen uns nun darauf konzentrieren, Platz zwei abzusichern", sagte gestern GWD-Trainer Dirk Kämper mit Blick auf die Finalrunde um die Westfalenmeisterschaft, für die sich die beiden besten Teams der Staffel qualifizieren.
Er sah seine Mannschaft gestern im Münsterland im ersten Spiel des Jahres nach sechswöchiger Pause chancenlos. "Senden hat frischer agiert und verdient gewonnen. Wir haben einfach zu statisch gespielt und uns in Einzelaktionen verzettelt. Wir haben nie die nötige Sicherheit gefunden", bedauerte Kämper.
Beiden Teams war der Druck des Topspiels anzumerken. Nach zehn Minuten waren beim 1:1 gerade einmal zwei Tore gefallen. Bis zum 5:5 blieb GWD dran, dann löste sich Senden über 10:7 bis auf 14:9. "Die haben sich zuerst von Druck befreit", meinte Kämper.
Bis zum 20:14 dominierten die Gastgeber, dann kam die beste Phase der Mindener. Sie holten bis auf 22:20 (43. Minute) auf. "Das war kämpferisch stark. Aber dann haben wir etwas Pech auch mit den Entscheidungen der jungen Schiedsrichter gehabt", so Kämper weiter. Im Hexenkessel des Sendener Sportparks schied Marten Franke nach der dritten Zeitstrafe aus und Senden löste sich erneut. Die Rote Karte gegen den überragenden Sendener Auswahlspieler Justus Clausing (47.) änderte am Spielverlauf nichts mehr.
Die Tore für Minden erzielten Knickmeier (10/8), Rüter (5), Gladisch (4), Franke (3), Raudies (1) und Ludwig (1).
Bereits am Samstag geht es für GWD mit dem ersten Heimspiel des Jahres weiter. Um 16.30 Uhr heißt der Gegner TuS Bielefeld-Jöllenbeck.