Oberliga: Ohne Marcel Richter 30:31-Niederlage in Hagen / Hahlen verliert beim Spitzenreiter
VfL Eintracht Hagen II - TuS Möllbergen 31:30 (17:16): Die Möllbergen mussten in dieser Auswärtspartie auf ihren gefährlichsten Torjäger, Marcel Richter, verzichten. Der Rückraumschütze wurde aufgrund einer Rückenverletzung geschont. Den Hauptgrund für die Niederlage sah TuS-Trainer Hagen Hessenkämper jedoch in der überhasteten Spielweise seiner Mannschaft. "In der Summe gab es einfach zu viele Fehler. Uns fehlt die nötige Ruhe und Sicherheit", stellte Hessenkämper nach der zwölften Saisonniederlage fest. Eine Halbzeit lang lieferten sich beide Teams einen ausgeglichenen Schlagabtausch. Bei Möllbergen nahm Patrick Richter die Position seines verletzten Bruders Marcel im linken Rückraum ein. Patrick Richter war mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft. Möllbergen stellte sein Deckungssystem nach der Pause vom 5:1- auf das defensivere 6:0-System um. Mit Erfolg, denn es gab mehrere Führungen. Beim 22:20 (38.) lag der TuS mit zwei Toren vorn, beim 30:29 und 30:29 gegen Spielschluss mit jeweils einen Treffer. Doch ausgerechnet in der Restspielzeit unterliefen dem Aufsteiger erneut zwei technische Fehler. Hagen II nahm die Geschenke an und drehte dem Spieß zum 31:30 um.
TuS Möllbergen: Donnecker (1.-20.), Vieker (21.-60.); Hilla (1), Patrick Richter (8), Camen (7), Berg (1), Oevermann (2), Altvater (2), Lange (n.e.), Kurz (7/7), Sülberg-Tewes (2), Dittrich.
VfL Gladbeck - TSV Hahlen 36:25 (14:9): Die Hahler hatten beim Spitzenreiter vor, die Angriffe lange auszuspielen. "Das hat aber in der ersten nicht so recht geklappt", schilderte TSV-Trainer Stephan Böker, "wir haben mehr mit den Schiedsrichter-Entscheidungen gehadert als uns auf das Spiel zu konzentrieren." Nach der Pause gingen die Gäste vor allem in der Deckung konzentrierter zu Werke. Bis auf 18:14 (35.) kam das Schlusslicht heran. "Nach dem 20:15 in der 42. Minute hatten wir dann aber einen kollektiven Blackout", so "Zornie". Die Gladbecker zogen auf 26:18 (46.) davon und hatten die Partie zu ihren Gunsten entschieden. "In der Phase haben wir uns etwas dumm angestellt und uns dann auch hängen lassen", erklärte Böker. Die Gladbecker warteten auf Hahler Fehler und bestraften diese gnadenlos. Aber auch im Positionsspiel überzeugte der VfL: Die Gladbecker spielten mit zwei Kreisläufern, einer von ihnen Alexander Tesch, Bruder des GWD-Neulings Oliver Tesch und wie er ehemaliger Nettelstedter. Die Kreisposition bekamen die Hahler zu keiner Zeit in den Griff und kassierten von dort aus 14 Treffer. Bester Hahler Torschütze war Torben Rohlfing: Der etatmäßige Außen wurde auf der Spielmacherposition eingesetzt und machte den "langen Kerls" in der VfL-Abwehr das Leben schwer. Sebastian Neuhaus aus der zweiten Mannschaft wurde vom Trainer gelobt. "Wir konnte kaum Wechseln, Henner Thielking hat vorne und hinten durchgespielt. 40 gute Minuten beim Tabellenführer reichen halt nicht", fasste Böker zusammen.
TSV Hahlen: Bekemeier (1. - 43.), Weber (43. - 60.); J. Pohlmann (5), Rohlfing (8), Hoppmann (1), Thielking (7/3), König (3), Höltkemeyer (1), Wiese, Laube, S. Neuhaus.