EURo verdienter Derbysieger - Porta bricht beim 27:33 erst in der Schlussphase ein
Landesliga: Oberlübbe blamabel / Hille punktet trotz mieser Wurfquote / Lahde lässt sich die Butter vom Brot nehmen
Eintracht Oberlübbe - HSG TuS/EK Spradow 15:27 (7:12): Herbert Maaß nahm kein Blatt vor den Mund: "Das war Angsthasen-Handball, eine Blamage bis auf die Knochen. Einfach grausam. Wenn wir so weiterspielen, kommt es zum dritten Abstieg." Die offensive 3:2:1-Deckung der Spradower setzte die Oberlübber sehr unter Druck und kaufte ihnen den Schneid ab. Lediglich in der Auftaktphase hielt die Eintracht bis zum 3:3 (7.) mit. Dann agierte man halbherzig, keiner wollte Verantwortung übernehmen. "Es gab viele technische Fehler und wir sind auch nicht in den Zweikampf gegangen", bedauerte der Eintracht-Trainer. "Wir können von Glück sagen, dass die Mannschaften unter uns Punkte gelassen haben." Sikkema (5/5), Bröenhorst (3/3), Prieß (2), Oevermann (2), Brown (2) und Vossbrink (1) trugen sich in die Torschützenliste ein.
TV Hille - HSG Altenbeken/Buke 24:24 (9:8): "Mit so einer Wurfquote kann man eigentlich keinen Punkt holen", kommentierte Trainer Ingo Lange den Hiller Auftritt gegen den Tabellennachbarn. Aus dem Rückraum wurden zu wenig Tore erzielt. Positiv zu vermerken bleibt jedoch die Abwehrleistung und der kämpferische Einsatz in der Schlussphase. Es traten zwei gute 3:2:1-Verteidigungen gegeneinander an. Und am Ende schafften es die glücklichen "Sachsenrösser" tatsächlich noch, trotz teilweiser Unterzahl einen 17:20-Rückstand (53.) wettzumachen. Lange: "Ich bin hochzufrieden mit der letzten Phase, in der wir 9:1 Punkte geholt haben. Für die nächsten Spiele bin ich zuversichtlich." Für Hille trafen Bringewatt (5/4), Brockmeier (4), Schlensker (4/1), Stobbe (3), Wiese (3), Lösche (2), Südmeyer (1), Mehrhoff (1) und Fiestelmann (1).
TuS Brake - TuS Lahde/Quetzen 27:24 (16:14): Die Mühlenkreisler starteten mit drei Fehlern, lagen schnell 0:3 und 7:12 (16.) zurück, ehe sich die Abwehr immer mehr steigerte. Beim 20:19 (41.) ermöglichte dies die erste Führung, die zwischenzeitlich auf 22:20 ausgeweitet wurde. Als sich Heiko Breuer und Jan Beißner in der 50. Minute verletzten, erlebte die Partie allerdings noch einmal eine Wende - diesmal zu Ungunsten der Lahder. "Die Leistung war in Ordnung. Ich bin sehr unglücklich, dass wir den Sack nicht zugemacht haben. Jonas Tödheide hat in der zweiten Halbzeit gut gehalten", bilanzierte Gäste-Coach Werner Eyßer. Für sein Team waren H. Breuer (9/5), Busch (5), Lampe (3), Beißner (2), T. Breuer (2), Pahnke (2) und Prieß (1) erfolgreich.
HSG Porta - HSG EURo 27:33 (13:14): Über 300 Zuschauer sahen im Derby eine sehr clevere Gästemannschaft. "EURo ist ein verdienter Sieger. Wir konnten nur phasenweise das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Zudem haben wir uns zu sehr auf Jens Thielke verlassen", gratulierte Portas Coach Dennis Eichhorn seinem Kollegen Dirk Schnake. Der EURo-Spielertrainer führte sein Team in bekannt ausgefuchster Manier. Immer, wenn es kritisch wurde, initiierte Schnake erfolgreiche Aktionen. Doch der Spielertrainer der Gäste fand im starken Rückraumspieler Sven Barthel und im treffsicheren Rechtsaußen Phil Schöttker zwei weitere Matchwinner. Bis zum 23:24 (48. Minute) stand das Derby auf des Messers Schneide. Doch in der Schlussphase wirkte EURo deutlich frischer und cleverer. Der Vorstoß vom 27:25 zum 31:26 brachte die Entscheidung zugunsten der Gäste. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung. Wir haben nie die Nerven verloren und unsere Chancen eiskalt genutzt", strahlte EURos Spielertrainer Schnake. "Wir sind in die Schnittstellen gegangen und haben viele wichtige Tore über die Außenpositionen erzielt", machte Schnake seinen Mitspielern ein Kompliment. Nach dem nunmehr fünften Saisonsieg in einem Landesliga-Derby bedankten sich die EURo-Akteure bei ihren mitgereisten Schlachtenbummlern. Haupttorschützen für HSG Porta waren Thielke, Kleimann und Hohlfeld. Für den Sieger HSG EURo trafen Barthel (7/1), Schöttker (7), Schnake (7), Hersemann (7/3), Böker (2), Thielking (2) und Grotefeld (1).