22:28-Niederlage der Amerikanerinnen ein Erfolg / Der Blick geht in die Zukunft / "Toll, wie wir empfangen wurden"
Aber nicht nur die rund 400 Handballbegeisterten gaben der Partie eine würdige Atmosphäre. Auch die US-Flagge in der Halle und die vor dem Match abgespielte amerikanische Nationalhymne trugen dazu bei. "Ich kann mich nur bei den ganzen Menschen bedanken. Es ist wundervoll, wie wir hier empfangen wurden", sagte US-Coach Greg Morava und war trotz der 22:28-Niederlage stolz auf die Leistung seiner Mannschaft.
Die Amerikanerin Karolina Borg wurde völlig zu Recht zur besten Spielerin der Partie gewählt.
Denn die Amerikanerinnen, von denen mehrere erst seit einigen Monaten Handball spielen, hielten gut mit dem Oberliga-Team des TSV mit. Zwar lagen die Hahlerinnen von Beginn an in Führung, doch abschütteln ließ sich das US-Team nie. Dafür sorgte insbesondere Karolina Borg. Die Linkshänderin war mit neun Toren beste Torschützin und wurde nach dem Spiel mit der Trophäe der wertvollsten Spielerin der Partie (in den USA der MVP) ausgezeichnet.
US-Trainer richtet seinen Blick auf Olympia 2016
"Es war für unsere Spielerinnen ein tolles Erlebnis, vor so einem Publikum zu spielen. Wir haben alles gegeben und können mit uns zufrieden sein", sagte Hahlens US-Nationalspielerin Julia Sayer.
Von einem 16:25-Rückstand kämpften sich die Amerikanerinnen zurück ins Spiel, wurden von ihrem enthusiastischen Trainer immer wieder angefeuert und verkürzten bis auf sechs Tore. Wie zufrieden die US-Akteure über das Ergebnis waren sah man ihnen an. Sie fielen sich in die Arme und strahlten über das ganze Gesicht.
"Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Das muss immer das Ziel sein, doch das Ergebnis ist super für uns. Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel noch enger gestalten können. Aber das ist jetzt nicht so wichtig. Wir haben mit unglaublich jungen Spielerinnen gespielt und gegen ein erfahrenes Team gut mitgehalten. Unser Blick muss in die Zukunft gehen. Schaut auf 2016", hofft US-Coach Morava auf eine Weiterentwicklung seiner Mannschaft und Olympia 2016.
Wenn alles so klappt, wie sich der Amerikaner es vorstellt, dann war das Spiel in Hahlen erst der Anfang einer langen Reise für seine junge Mannschaft. Das Ziel der Reise steht fest. Über einige Zwischenstationen ist es Rio de Janeiro 2016.
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