B-Jungen, Westfalenmeisterschaft, Final-Hinspiel
GWD Minden - ASV Senden 25:23 (14:12): In Dankersen sah es nach den Spielständen 3:1, 5:5, 9:9, 12:9, 16:12 und 18:19 kurz vor Ende gut aus. Von 20:20 hatte sich GWD in Unterzahl auf 24:20 gelöst und strebte einem brauchbaren Polster vor dem Rückspiel am kommenden Samstag in Senden entgegen. Die Gäste schienen am Boden, doch ein Glückwurf durch die Beine von GWD-Torhüter Clemens Bongartz brachte die Moral zurück und den ASV wieder ins Spiel.
Um den letzten Treffer, einen direkt verwandelten Freiwurf des Sendeners Max Höning, gab es Streit. Minden legte Protest ein. "Der Freiwurf war von den Schiedsrichtern bei der ersten Ausführung korrigiert worden. Sie hätten ihn daher im zweiten Versuch anpfeifen müssen. Das haben sie nicht getan. Deshalb war der Treffer irregulär", begründete Mindens Nachwuchs-Koordinator Thomas Berg den Einspruch gegen die Wertung.
"Uns fehlte heute die Beweglichkeit im Angriff", bedauerte Mindens Trainer Detlef Rauchschwalbe, der seinen seit dem Halbfinale verletzten Linkshänder Artjom Antonevitch sehr vermisste. Die Gäste feierten nach dem Abpfiff, als hätten sie den Titel bereits gewonnen. Doch ASV-Trainer Thomas Hammerschmidt relativierte: "Wir haben hier das erste Saisonspiel mit 16 Toren verloren. Wir sind weit davon entfernt, uns nun als Favorit zu sehen. Das Rückspiel ist absolut offen. Das haben wir uns hier erspielt, mehr nicht."
GWD Minden: Bongartz, Kaiser - Altvater (1), Fug (3), Hösl (1), Jungmann (3), Niemeyer (7), Paul, Reimann (1), Schmidt (5/3), Traue (4), Wunderlich, Schöttelndreier.
C-Jungen, Westfalenmeisterschaft, Final-Hinspiel
HTV Sundwig-Westig - JSG Nordh./Südh./Mdw. 34:27 (19:16): Eine Berg- und Talfahrt erlebte die JSG in Hemer. Mit 10:18 lagen die Gäste bereits zurück gegen einen körperlich starken Gastgeber. Doch angeführt von Jona Finke kämpfte sich das Team von Trainer Stefan Kruse zurück und übernahm beim 21:20 die Führung. Von Dauer war der Höhenflug jedoch nicht, denn den Gästen gingen die Kräfte aus. "Am Ende kamen ein paar Sachen zusammen. Wir haben mit drei, vier Toren zu hoch verloren", bedauerte Kruse. "Wir hoffen auf das Rückspiel. Wenn wir mit richtig Dampf spielen und alle ihre beste Form finden, können wir vielleicht eine kleine Sensation schaffen", schaut der Trainer auf die Partie am kommenden Sonntag in Nordhemmern. Selbst bei einer Niederlage ist die JSG übrigens für die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert, weil dem Handballverband Westfalen ein Bonusplatz für die Endrunde zufällt.
JSG NSM: Körtner, Buchholz - Knickmeier (12/1), Finke (9), Rüter (4), Möws (1), Kraus (1), Kruse, Becker, Wiese, Droste, Siebeking, Wolf.
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