HSG Stemmer/Friedewalde spielt im Kellerduell in Magdeburg / "Das ist ein Schlüsselspiel"
Die Niederlage am vergangenen Samstag in Stemmer sollte das vorerst letzte Zweitligaspiel des finanziell klammen Klubs gewesen sein. Dreimal nicht antreten, damit zum ersten Absteiger werden und in der 3. Liga neu starten. So lautet der Recklinghauser Plan, doch Fakten werden erst dann geschaffen, wenn der PSV tatsächlich das dritte Spiel pausiert. Das wäre das bislang für den 10. April angesetzte Duell mit dem derzeitigen Liga-Schlusslicht Rostocker HC. Und so hängen die Mannschaften im Tabellenkeller der Liga in der Luft. Eine Klärung konnte gestern auch Erika Petersen, als Spielleitung für die 2. Liga zuständig, nicht liefern. "Schauen Sie in Sis-Handball nach. Dort sind für das nächste Recklinghauser Spiel keine Schiedsrichter angesetzt. Mehr kann ich nicht sagen", hieß es aus Hannover.
So dürfen die Zweitliga-Klubs zwar vom Abschied des PSV als erster Absteiger ausgehen, doch sicher ist das eben nicht. "Theoretisch kann Recklinghausen jederzeit wieder mitspielen", gibt Rainer Niemeyer zu bedenken. Der Coach der HSG Stemmer/Friedewalde muss mit seinem Team am Sonntag zu einem Abstiegskrimi beim HSC 2000 Magdeburg antreten. Derzeit liegen beide Teams punktgleich, in einer bereinigten Tabelle hätten die Sachsen-Anhaltinerinnen einen Punkt mehr.
Für Niemeyer ist klar: "Das ist für uns ein Schlüsselspiel. Es geht um die Wurst. Wenn wir dort gewinnen, können wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Das wäre richtig gut." Der Pädagoge geht davon aus, dass Recklinghausen den ersten Abstiegsplatz bekleiden wird. Als zweiten direkten Absteiger hat Niemeyer den Rostocker HC ausgemacht. "Die haben drei Punkte Rückstand und ein schweres Restprogramm" rechnet der HSG-Trainer. Zu vergeben ist dann noch der Relegationsplatz. Hier sieht er einen Vermeidungs-Dreikampf zwischen seinem Team, dem TV Oyten und eben Magdeburg. Da wäre ein Sieg in der Bördestadt für die Stemmer/Friedewalder Handballerinnen ein großer Schritt nach vorn.
Die HSG reist mit dem Rückenwind der jüngsten Erfolge und in bester Besetzung nach Magdeburg. Stefanie Frank plagt sich zwar mit einer Nebenhöhlen-Entzündung herum, doch die Rückraumspielerin sollte bis Sonntag fit sein. Im Hinspiel unterlag Stemmer/Friedewalde mit 24:26.
Änderungen gibt es übrigens im Kader der HSG: Rechtsaußen Katharina Ende kündigte ihren Abschied an. Ihr jüngst operierter Knorpelschaden im Knie und das bevorstehende Sportstudium in Köln hatten sie diese Entscheidung treffen lassen.
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