Der TuS schreibt Geschichte / Putera, Siodmiak und Alvanos ragen beim 26:22-Erfolg heraus
"Damit erreichen wir ganz neue Dimensionen", freute sich ein überglücklicher Geschäftsführer Uwe Kölling nach dem Viertelfinalsieg. Alleine die Teilnahme am Final Four bringt dem Verein eine zusätzliche Einnahme von 100.000 Euro.
"Gegen wen wir im Halbfinale spielen müssen, ist vollkommen egal. Wir haben uns einen Traum erfüllt", ergänzte der herausragende Rückraumspieler Alexandros Alvanos, der in der entscheidenden Phase die wichtigen Treffer markierte oder Kreisläufer Artur Siodmiak ins Spiel brachte.
Der angeschlagene polnische Abwehrchef des TuS N-Lübbecke, der aufgrund seiner starken Bänderdehnung im Fuß nur in der Defensive eingesetzt werden sollte, hatte ebenfalls maßgeblichen Anteil an dem Erfolg. Da Oliver Tesch einen ganz schwachen Tag erwischt hatte, musste Siodmiak auch vorne seinen Mann stehen: fünf Treffer bei fünf Versuchen waren seine Optimal-Ausbeute. "Ich bin ein fach nur noch glücklich und unendlich müde", meinte Siodmiak nach dem Kraftakt.
Der Bergische HC trat vor 2.450 Zuschauern in der ausverkauften Klingenhalle die Flucht nach vorne an und versuchte, den Bundesligisten mit einer total offensiven 3:3-Abwehr zu überraschen.
Liljestrand: Bin stolz auf meine Mannschaft
Das gelang anfangs bis zum 7:2 (14.) sehr gut, ehe der TuS N-Lübbecke sich regelrecht in den Pokalkampf hineingebissen hatte. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat immer die nötige Geduld behalten. Das war letztlich der Schlüssel zum verdienten Sieg", gab es ein Extralob von Trainer Patrik Liljestrand.
Ein glückliches Händchen hatte der Schwede zudem mit der Einwechslung von Torhüter Milos Putera. Der Slowake kam in der 20. Minute für den keineswegs schwachen Nikola Blazicko und hatte großen Anteil daran, dass der Erstligist zur Pause nur mit 11:12 im Hintertreffen lag. Nach dem Seitenwechsel schwanden beim Bergischen HC die Kräfte, sodass sich der TuS vom 16:16 (41.) auf 16:22 (50.) absetzen konnte.
In den letzten Minuten der Partie begannen auf der Lübbecker Bank bereits die Sieges-Feierlichkeiten, die erst am späten Samstagabend in der Sports-Bar der Merkur-Arena ihr Ende fanden. Dort war kurzfristig eine Party für die 300 mitgereisten Fans organisiert worden.
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