Relegation gegen Mainzlar abgesagt / Westdeutsche Regionalligisten verzichten auf den Aufstieg
"Die Relegationsspiele zwischen Stemmer/Friedewalde und TV Mainzlar sind abgesagt", erklärte der Vorsitzende der Frauenhandball-Bundesliga, Berndt Dugall, gestern auf MT-Anfrage.
Grund für die Streichung der Zweitliga-Relegation ist die Tatsache, dass sowohl HSV Gräfrath (Platz 1), HSG Union Halle (2.) als auch Knetterheide-Schöttmar (3.) nicht aus der Regionalliga West aufsteigen wollen. Stichtag ist der 30. April, bzw. 1. Mai. Alle drei verzichteten. Alle Teams darunter haben anders als in den Vorjahren kein Aufstiegsrecht.
"Ich bin froh, dass wir diesen Passus im Regelwerk am 1. 7. 2008 geändert haben", zeigte sich Bernd Dugall erleichtert, nun keinen juristischen Hick-Hack befürchten zu müssen. Sportlich wertete Dugall den Verzicht auf das Aufstiegsrecht der drei West-Regionalligisten als "bedauerlich". "Ich empfinde dies schon als eine seltsame sportliche Zielsetzung", so der Chef der Frauen-Bundesliga.
Der HSG Stemmer/Friedewalde kann dies egal sein. Geschäftsführer Jörg Schröder atmete gestern hörbar durch. "Wir haben ja seit Wochen auf diesen drittletzten Platz hingearbeitet, weil es ja lange hieß, BVB Dortmund verzichte auf seine Lizenz. Nun ist es ganz anders gekommen. Wir sind froh, dass wir für unsere harte Arbeit belohnt worden sind", erklärte der HSG-Manager gegenüber dieser Zeitung.
Immerhin habe die HSG "herausgeholt, was möglich war", so Jörg Schröder. "Es war keine einfache Serie für uns. Wir mussten über lange Strecken der Saison die Korsettstangen wie Steffi Frank, Christina Oebke und Lena Heidermann ersetzen. Die Mannschaft hat dies geschafft und sich damit den Klassenerhalt mehr als verdient", erklärte Schröder.
Der HSG-Manager gab bei gleicher Gelegenheit die personellen Veränderungen bei der HSG bekannt. Aus dem Zweitliga-Kader scheiden Dunja Brand (neue HSG-B-Mädchen-Trainerin mit Andreas Gohr), Sara Keller (Studium in Koblenz) und Susanne Schmidt (will sportlich kürzer treten) aus.
Jana Schuck kommt vom TV Hille
Neu im Team sind neben den bereits zuletzt eingesetzten Katharina Ende und Elisabeth Haskamp nun die Rückkehrerin Denise Möller (vom TuS Nettelstedt) und Linkshänderin Jana Schuck (Perspektivspielerin) vom TV Hille.
"Wir suchen nun vordringlich nach einer neuen Kreisläuferin für Sara Keller", berichtete Coach Rainer Niemeyer. Bei der HSG wird nun noch bis in die erste Maiwoche weiter trainiert. "Danach gehen wir in eine verdiente Pause", so Coach Rainer Niemeyer.
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