GWD Minden stellt zahlreiche Bestmarken auf: Bestes Hinrunden-Team, bestes Rückrunden-Team, bestes Auswärts-Team
Dass GWD immerhin 19 Minuspunkte anhäufte und letztlich nur zwei Zähler mehr erspielte als der beste Verfolger Tusem Essen, will Bredemeier nicht als fehlende Souveränität werten. "Immerhin standen wir schon sechs Spieltage vor Schluss als erster Aufsteiger und drei Spieltage vor Schluss als Meister fest. Und das mit einer immer weiter verjüngten Mannschaft", spricht der Klubvorsitzende von einer "positiven Entwicklung.
"Aufgrund der Verletzung von Nenad Bilbija haben sich jüngere Spieler wie Christoph Steinert und Sören Südmeier in den Vordergrund gedrängt. Sie haben erhöhte Spielanteile bekommen und es mit Leistungssteigerungen gedankt", hofft Bredemeier, dass sich die Youngster nun auch in der 1. Bundesliga etablieren.
Bestmarken stellte GWD Minden nicht nur in der Gesamtbilanz auf (erster Meister der neuen einteiligen 2. Liga), sondern auch als beste Auswärts-Mannschaft, als bestes Team der Hinrunde und als bestes Team der Rückrunde. Sowohl vom 3. September 2011 bis zum 5. Februar 2012 (Hinrunde) sammelte Grün-Weiß 29:9 Punkte ein, auch in vom 11. Februar bis zum 2. Juni waren es nochmals 29:9 Zähler.
"Besonders der Gewinn der Rückrunde ist überraschend, denn wir hatten die schweren Gegner wie Eisenach Bietigheim, Neuhausen und Hamm-Westfalen allesamt auswärts", weist Bredemeier auf die Moral und das gute Stehvermögen der Mindener Mannschaft hin.
Nach dem 24. Spieltag ohne Nenad Bilbija
Immerhin mussten die Mindener nach dem 24. Spieltag auf ihren Rückraum-Shooter Nenad Bilbija verzichten. Dazu fiel Deckungsspezialist Carl Johann Andersson für zwei Monate aus. Und mit Aljoscha Schmidt wurde einer der beiden Haupttorjäger vier Spieltage vor Schluss vorsorglich aus dem Wettbewerb genommen.
Dies führte dazu, dass GWD Minden von allen regulär zu betrachtenden Klubs die meisten Spieler einsetzte, nämlich 23. "Diesen Rekord hätten wir gern vermieden. Aber die Verletzungen haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Bredemeier. Mit Artjom Antonevitch und Marius Traue kamen sogar zwei A-Jugendspieler zu ihren Feuertaufen.
Minden stellt zwei Tor-Bestmarken auf
Nur Absteiger DHC Rheinland setzte mit 30 Akteuren mehr Spieler als Minden ein. Doch die Ratka-Truppe wurde zu Jahresbeginn mit kleinen Zusatzmannschaft vom Nachbarn HSG Düsseldorf (unter andern Michael Hegemann) "aufgehübscht", was dann aber auch nichts mehr nutzte.
Bestmarken stellte GWD auch in einigen anderen Kategorien auf. Beim 44:37-Heimsieg über DHC Rheinland gab es einen Saison-Torrekord. 81 Treffer gab es sonst in keiner anderen Halle zu sehen.
Mit 33:14 beim 1. VfL Potsdam sorgte GWD Minden am 26. Dezember für den höchsten Auswärtssieg der Serie. Es war gleichzeitig der höchste Auswärtserfolg in der Bundesliga-Historie der Mindener.
Mit Dalibor Doder stellten die Mindener außerdem den wertvollsten Einzelspieler der Klasse. Doder war gleichzeitig der beste Feldtorschütze (243) der Klasse. Seine Wahl zum "Spieler des Jahres" durch die Klub-Manager war deshalb nur folgerichtig. HBL-Sprecher Oliver Lücke zeichnete Mindens "Zaubermaus" beim letzten Heimspiel gegen Potsdam mit der entsprechenden Trophäe aus.
GWD hatte nach 19 Spieltagen 9 Minuspunkte, Essen hatte 13. Nach 38 Spieltagen hat GWD 19 Minuspunkte (also 10 in der Rückrunde), und Essen 21 (also nur 8). Die Rückrunde geht also eindeutig an Essen. Einfach mal recherchieren, liebe MT-Redakteure, und nicht alles glauben...
Frage mich auch, wie man mit 29:9 Punkten in der Hinrunde und nochmal 29:9 Punkten in der Rückrunde auf insgesamt 57:19 Punkte kommt??