Steinert rettet mit Traumtor glücklichen 37:36-Erfolg über Potsdam / Schefvert ärgert sich über unaufmerksame Abwehr
1750 Zuschauer sahen danach einen grün-weißen Schnipselregen aus zwei Konfetti-Kanonen auf die GWD-Spieler niedergehen.
"Toll, dass dieser Verein mit seiner Tradition wieder im Kreis der Erstligisten zurück ist", sprach "Hexer" Andreas Thiel dem Meister seinen Glückwunsch aus. "In Minden wird der Handball gelebt. Dieser Verein gehört einfach in die 1. Liga", pflichtete ihm Evars Klesniks bei.
Minutenlang ließ sich die Mindener Meistermannschaft anschließend von den zahlreichen Pressefotografen und später auch von den Fans ablichten. Der scheidende Georg Auerswald zeigte nach der Ehrung die größten Emotionen. "Schorse" schnappte sich die Schale und lief durch den Konfettiregen eine Ehrenrunde durch die Kampa-Halle. Ein Sturz auf den Schnipseln hielt ihn dabei nicht auf.
Dabei hätte Minden bei seinem "Meisterstück" fast noch gepatzt. Der abstiegsbedrohte 1. VfL Potsdam wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Niederlage. Drei Sekunden vor Schluss stand die Partie unentschieden 36:36. Doch nach einer Auszeit übernahm Linkshänder Christoph Steinert die Verantwortung und rettete mit einem Kracher in den rechten Winkel die Stimmung unter den 1750 Zuschauern.
"Das Kreuzen für mich war angesagt. Plötzlich ergab sich die Lücke und ich habe sie genutzt", kommentierte Steinert die Situation. Es war der zweite Siegtreffer, den der Ex-Magdeburger in der Rückrunde erzielte.
Die Highlights des letzten GWD-Heimspiels in der 2.Liga waren der gelungene Einstand des A-Jugend-Talentes Marius Traue und die gute Torhüterleistung von Anders Persson. Der 19-jährige Traue erzielte in seiner 20-minütigen Einsatzzeit drei Treffer.
"Ich wurde von allen unterstützt. Obwohl ich vorher großen Bammel hatte, lief es im Spiel dann phänomenal für mich", bedankte sich der Youngster anschließend bei seinen Mitspielern.
Torhüter Anders Persson war mit 19 Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, Mindens bester Spieler.
Die Problemzone der Mindener war einmal mehr die Deckung. "Kein Engagement, es ging zu wie auf einem Kartoffelacker", ärgerte sich GWD-Coach Ulf Schefvert über seine nachlässige Defensivabteilung.
Video und Fotogalerie zur GWD-Meisterehrung auf MT-Online.
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