"Nach den jüngsten Resultaten sollten wir so selbstbewusst sein, mit dem Publikum im Rücken die letzten Zweifel zu beseitigen", sieht GWD-Manager Horst Bredemeier das Saisonziel greifbar nahe.
Auch das Mindener Publikum weiß, dass es heute Abend Zeuge eine furiosen Aufstiegsparty sein kann. "Über 1900 Karten wurden bis gestern verkauft. Rechnet man den üblichen Kassenhäuschen-Verkauf hinzu, dann sollte die Halle mit 2500 bis 3000 Besuchern gefüllt sein", sagt Bredemeier.
Zwar rechnet auf Mindener Seite niemand mit einem vergebenen Matchball, doch sämtliche Aufstiegs-Aktionen sind noch geheime Kommandosache. Sowohl die beiden GWD-Fans-Klubs als auch der Verein selbst wollen ihre Spieler hoch leben lassen. "Aber konkret können wir nichts sagen. Wenn gefeiert wird, dann spontan", lässt sich auch der sonst eher redselige Bredemeier nicht in die Karten schauen. "Wir nennen es erst einmal Frühlingsfest. Und wenn es dann mit dem Punktgewinn geklappt hat, können wir das Ganze ja immer noch in eine Aufstiegsfeier umwandeln", sieht es Bredemeier pragmatisch.
Die Verwandelung des heutigen Matchballs hat für GWD große Bedeutung. Zum einem geht das Team des Spitzenreiters nach zahlreichen Ausfällen personell langsam am Stock. Zum anderen folgt noch ein nicht leicht zu nehmendes Restprogramm mit einem Angstgegner wie Essen sowie mit Duellen gegen Teams mit Aufstiegsambitionen (Emsdetten, Neuhausen).
"Man merkt derzeit, dass die lange, harte Saison ihren Tribut fordert. Nach den Ausfällen von Georg Auerswald, Nenad Bilbija, Carl Johan Andersson, Jens Vortmann und Janis Helmdach wird es langsam eng bei uns", weiß Bredemeier. "Deshalb müssen wir aufpassen, dass nichts mehr schief geht. Wir müssen den Aufstieg so früh wie möglich klar machen. Also heute", setzt Bredemeier sein Team unter Druck. "Wir haben den Anspruch, die Nummer eins zu sein, also müssen wir auch so spielen", hat GWD-Coach Ulf Schefvert den Spielern mit auf den Weg gegeben. Gelingt Schefvert ein Erfolg, dann kann er sich auf eine Sektdusche gefasst machen.