Torhüter Nils Dresrüsse vom Erstligisten TBV Lemgo umworben / Linksaußen Gerrit Bartsch soll gehalten werden
"Manchmal machen wir auch schlaue Verträge", ist GWD-Manager Horst Bredemeier froh, diese Klausel in Doders Vertrag vor dessen spektakulären Auftreten bei der WM in Schweden gemacht zu haben. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, steigt Minden nicht auf, dann wird man den trickreichen Regisseur nicht halten können,
"Deshalb ist es ja so wichtig, dass wir unsere Zielsetzung erreichen. Am Serienende muss der Aufstieg stehen", schwor Bredemeier gestern Abend alle Akteure beim GWD-Training ein.
Schwede zog sich eine Hüftprellung zu
Der Einsatz des schwedischen Nationalspielers im Sonntag-Heimspiel gegen die HSG Nordhorn (Sonntag 17.00 Uhr, Kampa-Halle) ist noch nicht endgültig sicher. Doder traf gestern Abend über Dänemark mit dem Pkw kommend in Minden ein. "Im WM-Spiel der Schweden gegen Spanien zog sich Dalibor eine starke Hüftprellung zu", berichtete GWD-Trainer Ulf Schefvert gestern. "Wir hoffen, dass unsere Mediziner ihn bis Sonntag halbwegs hinkriegen", hofft GWD-Manager Bredemeier auf den Einsatzwillen seines wichtigsten Spielers.
Klar ist jedoch, dass Doder zunächst eher mit Rehabilitation als mit schwerem Training bei GWD einsteigen wird. "Mental dürfte er im Keller sein. Das ist nach solchen Großereignissen bei Top-Leuten immer so", wissen Ulf Schefvert und Bredemeier.
Zurück zu den Personalfragen. Hier bestätigte GWD Minden gestern das Interesse des OWL-Bundesliga-Nachbarn TBV an GWD-Nachwuchskeeper Nils Dresrüsse. Lemgo hat mit dem Tschechen Martin Galia und mit dem deutschen Nationalspieler Carsten Lichtlein zwar zwei starke Keeper langfristig an sich gebunden, trotzdem laufen derzeit Gespräche mit dem aus Bielefeld stammenden Torhüter. "Wir möchten ihn halten und würden es bedauern, wenn er gehen würde. Dennoch werden wir keine Klimmzüge machen", erklärte Manager Bredemeier gestern zum Thema Dresrüsse.
Minden sieht sich in dieser Frage nicht in der Defensive, weil man mit Reserve-Keeper Konstantin Madert einen ähnlich guten Torhüter in der Hinterhand hat und zudem interessante junge Torhüter auf den Markt drängen.
Wie bei Nils Dresrüsse laufen zum Serienende bei GWD auch die Verträge von Kreisläufer Georg Auerswald und Rückraumspieler Janis Helmdach aus. Entscheidungen sind in beiden Fällen noch nicht gefallen.
Gute Karten hat dagegen Linksaußen Gerrit Bartsch. Der von Lit Nordhemmern/Mindenerwald zu GWD gestoßene Konterspezialist spielte sich mit zehn Treffern beim 32:31-Auswärtssieg in Potsdam in die Herzen der GWD-Anhänger.
"Wir wollen ihm einen Bundesliga-Vertrag anbieten und wollen noch im Februar alles klar mit ihm machen", berichtete Bredemeier gestern. Bartsch spielt auch in den neuen Deckungs-Konzepten von Ulf Schefvert eine wichtige Rolle.
Rivalen gastieren in der Rückrunde in Minden
Eines ist sicher. Um Planungssicherheit zu erhalten, sind die kommenden vier Wochen ganz entscheidend für die Mindener.
"Wir werden versuchen, die nächsten vier Spiele im Februar gegen Nordhorn, Altenholz, Hildesheim und Aschersleben zu gewinnen. Unsere aktuelle Situation ist nach den zwei Auftaktsiegen in der Rückrunde über Rostock und Edewecht gut. Zudem müssen unsere wichtigsten Rivalen in der Rückserie allesamt in Minden antreten", sieht "Hotti" Bredemeier beste Chancen, auf direkten Weg in die 1. Liga zurückzukehren.
Was soll Doder beim tus nächstes jahr in der zweiten liga? ;-)