GWD geht mit der Favoritenbürde ins Titelrennen der zweiten Liga / Hotti Bredemeier: Wollen und müssen wieder hoch
Als sich im Winter abzeichnete, dass es die Grün-Weißen dieses Mal wohl erwischen würde, signalisierten die wichtigsten Sponsoren bereits, dass sie GWD auch im "Unterhaus" nicht im Stich lassen würden.
Die Kontrakte der Leistungsträger René Bach Madsen, Aljoscha Schmidt und Gylfi Gylfason, die bis dahin nur für die erste Liga Gültigkeit besaßen, wurden für die zweite Liga angepasst.
Schäpsmeier zog es gen "Europa"
Auch wenn man den "ewigen Dankerser" Moritz Schäpsmeier, der seit seiner Geburt GWD-Mitglied ist, nicht halten konnte - den Linkshänder zog es zu Europapokal-Teilnehmer TV Großwallstadt - gelang es Manager Horst Bredemeier, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.
Wichtigster Baustein dafür war die überraschende Verpflichtung den schwedischen Spielmachers Dalibor Doder. "Als wir erfuhren, dass er Spanien verlassen möchte, haben wir zunächst selbst nicht geglaubt, dass er zu uns in die zweite Liga kommen würde", räumt Bredemeier ein.
Den ersten Kontakt nahm Trainer Ulf Schefvert auf, Schwede wie Doder. Als der Spieler Gesprächsbereitschaft signalisierte, trat GWD in Person von Frank von Behren in die Verhandlungen ein und der Coup glückte. Was dem 31-Jährigen die Entscheidung leichter machte, die zweite Liga zu wechseln, war der Umstand, dass außer Trainer Schefvert mit dem neuen Torhüter Anders Persson sowie Kreisläufer und Abwehrchef Carl Johan Andersson zwei weitere Landsleute an der Weser wirken.
Seuchenjahr: Erheblich mehr Verletzte als Siege
"Natürlich wollen und müssen wir versuchen, wieder in die erste Liga zu kommen", umreißt Bredemeier die Erwartungshaltung nach dem Katastrophenjahr in der Bundesliga, als GWD um ein vielfaches mehr Verletzte als Siege (derer zwei) zu verzeichnen hatte.
Unter den ersten sieben Spielern findet sich erstmals seit etwa 15 Jahren kein Eigengewächs - die tummeln sich in der zweiten Reihe und sollen auf die Arrivierten Druck ausüben. Bereits im Vorjahr baute Schefvert zumeist erfolgreich die A-Jugendlichen Sören Südmeier und Jannik Oevermann sowie Youngster Christian Skusa ein.
Nun also gilt es für die Grün-Weißen, die peinliche Pokal-Pleite in Springe so schnell wie möglich abzuhaken, nach vorn zu schauen und das Projekt "Wiederaufstieg" mit Macht voranzutreiben.