GWD Minden verliert seine Heimpremiere beim Sport-Menü mit 26:35 gegen Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm deutlich
VOM JÜRGEN KNICKER (TEXT UND FOTOS)
Minden (mt). Das war noch nichts, GWD Minden. Der heimische Handball-Zweitligist lieferte den über 600 Zuschauern beim gestrigen "Sport-Menü" zwar einen schönen Sport-Event, doch spielerisch lief es bei den "Grün-Weißen" alles andere als rund. Das Testspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm wurde mit 26:35 (12:15) klar verloren.
"Ich verspreche allen, dass wir am Mittwoch beim nächsten Testspiel gegen den TBV Lemgo schon um 50 Prozent besser sein werden", machte GWD-Coach Ulf Schefvert klar, dass er demnächst von seinen Akteuren auch in den Testspielen mehr Biss und Ernsthaftigkeit erwartet.
Bei den neu formierten Mindenern war deutlich zu spüren, dass sich die Mannschaft nach einem großen Umbruch (sechs Spieler gingen, fünf neue kamen, drei befinden sich in der Warteschleife) erst neu finden muss. Zudem fehlten mit Carl-Johan Andersson und Georg Auerswald (beide wurden wegen Blessuren geschont) zwei wichtige Deckungsspieler. Und der neue Spielmacher Dalibor Doder hat bisher nur wenige Einheiten mit seinen neuen Kameraden geübt.
"25 Minuten lang war unser Spiel in Ordnung. Danach bekamen Janis Helmdach und Christian Skusa im Deckungszentrum Probleme und wir haben keinen Rhythmus gefunden", stellte Schefvert hinterher ernüchtert fest.
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Bis zum 10:10 (durch Christoph Steinert) hielt Gastgeber Minden den ersten Heimtest offen. Danach baute das GWD-Team stark ab und ließ sich von den wesentlich engagierter zu Werke gehenden Hammern den Schneid abkaufen.
"Die Einstellung nach der Pause hat mir dann gar nicht gepasst", ärgerte sich Ulf Schefvert später. Während Gäste-Coach Jens Pfänder sich auch über einen "passenden zweiten Anzug" freuen durfte, lief bei GWD Minden nun kaum noch etwas. Beim 12:20 nahm Schefvert eine Auszeit. Doch trotz einiger taktischer Varianten fand GWD Minden einfach kein Konzept und ging über die weiteren Zwischenstände 12:23, 15:27, 19:30, und 23:33 mit 26:35 deutlich geschlagen vom Feld.
"Das kann nur noch besser werden", meinten die Fans.
Einzig Dalibor Doder (sechs Tore) und der neue Linkshänder Marian Hunady (sieben Tore) deuteten größere Torgefahr an.
Probleme gab es dagegen auf der Kreisläuferposition (Andersson und Auerswald fehlten) sowie im linken Rückraum. Hier erhielt René Bach Madsen frühzeitig einige heftige Gegner-Attacken. "Danach fehlte ihm das richtige Timing. Aber das wird schon wieder", kommentierte Ulf Schefvert die Torlosigkeit seines Rückraum-Linken.
Von den drei "Stand-by-Spielern" Damian Wleklak, Evars Klesniks und Barna Putics spielte nur Letztgenannter. Bei lediglich einem Treffer jedoch auch unter Niveau.
Weiter geht es für den Zweitligisten nun am Mittwoch in Steyerberg. Dort treffen die Domstädter auf den ostwestfälischen Erstligisten TBV Lemgo, ehe es am 3. August ins Trainingslager nach Barsinghausen geht.
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