GWD Minden heute zu Gast beim Deutschen Meister / Schefvert bangt um Rene Madsen und Aljoscha Schmidt
Den jüngsten 28:23-Derbyerfolg über den etwas zahnlosen Nachbarn TuS N-Lübbecke haben die Mindener schnell abgehakt. "Für viele Mindener Zuschauer waren es aufgrund der Derbygeschichte gefühlte drei Punkte, für mich aber nur zwei", wischte Schefvert die Emotionen schnell vom Tisch. "Allerdings war dieser Erfolg schon wichtig für die Psyche der Spieler und für die Zukunft allgemein", sieht der Schwede sein erfolgreiches Heimdebüt als Wegmarkierung für das gesteckte Ziel (Relegationsplatz) an.
Zwei seiner Matchwinner vom letzten Freitag fielen Anfang der Woche im Training aus. Der siebenmalige Torschütze Aljoscha Schmidt hatte Schmerzen in seiner gezerrten Wade. Und Rückraumschütze Rene Madsen legte eine Grippe flach. Beide Spieler sind heute in Kiel jedoch dabei. Madsen wird aufgrund seiner Schwächung allerdings wohl stärker geschont werden.
Zur Ergänzung nimmt Ulf Schefvert wieder die Reservespieler Torben Lommel, Sören Südmeier und Jannik Oevermann mit.
Die GWD-Chancen in Kiel, wo es vor über 26 Jahren den letzten Mindener Sieg zu feiern gab (14:12 am 17. Dezember 1983), sind zwar nur theoretischer Natur. Dennoch wollen die Ostwestfalen mehr als nur "Training auf hohem Niveau" (Zitat des Managers Horst Bredemeier) bieten.
"Wir werden sehr viel laufen und sehen, wie lange wir mithalten können. Allerdings müssen wir höllisch hart arbeiten, denn Kiel bestraft jeden kleinen Fehler sofort mit Kontern", hat Ulf Schefvert nach der Videoanalyse des jüngsten THW-Erfolges in der Champions League gegen Kolding (38:23 für Kiel) erkannt.
Schefvert kennt die Ostseehalle (neuerdings Sparkassen-Arena) aus eigener Erfahrung. Im Februar 2009 war er mit GOG Gudme Svendborg in der Gruppenphase der Champions League in Kiel zu Gast. "Bis zur Pause haben wir ein 20:20 gehalten. Dann wurden wir jedoch noch mit 37:29 geschlagen", erinnert sich der neue GWD-Trainer.
"Die Kieler sind auf jeder Position mit mindestens zwei Weltklasseleuten besetzt. Da kann man nur hoffen, dass Spieler wie Omeyer, Ilic oder Jicha nicht ihren besten Tag erwischen oder das Spiel auf die leichte Schulter nehmen", hofft Schefvert auf einen "gnädigen" THW.
Nach dem Kiel-Gastspiel hat GWD Minden dann zweieinhalb Wochen Pause bis zum nächsten Auftritt am 20. März in Balingen. "Diese Zeit werden wir nutzten, um im Training weiter hart an unseren Fortschritten zu arbeiten", weiß Schefvert, dass von Ende März bis Anfang Juni für GWD Minden die Stunde der Wahrheit schlägt. Und da soll das Team fit sein.
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