"Wir haben mit Klaus zusammengesessen, die Situation durchgesprochen und entschieden, dass wir nicht zusammen weitermachen", teilte Unions Vorsitzender Torsten Schwier am Donnerstag mit. Symanczyk bestätigte die Trennung und führte weitere Gründe an: "Der Verein muss finanziell weiter abspecken, und es könnte die gleiche Situation geben wie letztes Jahr. Das mache ich aber nicht nochmal mit."
Im vorigen Sommer war die Union-Mannschaft fast komplett auseinandergebrochen, auf den letzten Drücker hatte Symanczyk fast nur noch Zugänge von unterklassigen Vereinen bekommen. So spielte der einst ambitionierte Landesligist nur gegen den Abstieg und verlor diesen Kampf deutlich.
Gestern Gorspen, morgen Minden: Christoph Könemann wird Trainer beim Bezirksliga-Absteiger. | MT-Foto: Kuballa
Vereinschef Schwier betont, dass die Finanzsorgen noch lange nicht vorbei sind: "Wir müssen den Etat weiter zusammenstreichen, bei einem Abstieg kommen eben keine neuen Sponsoren." Das wirkt sich auf die Kaderplanung aus: "Wir müssen mit allen Spielern nochmal sprechen. Dann sehen wir, wer wechseln will und wer bleibt."
So schnell wie möglich einbezogen in diese Gespräche werden soll Christoph Könemann. Der einstige Landesliga-Spieler von RW Maaslingen war frei für eine neue Aufgabe, hatte er doch erst am vorigen Wochenende sein Engagement beim A-Kreisligisten VfB Gorspen-Vahlsen beendet. "Das hatte nichts mit uns zu tun und ist einfach nur eine glückliche Konstellation", betont Schwier.
Auch mit Zugängen wird nochmal verhandelt
Könemann soll nun für den Neuanfang stehen. "Wir wollen in der Bezirksliga einen Schnitt machen und mit einem neuen Trainer neue Impulse setzen", sagt der Vorsitzende. Die Situation ähnelt der im Vorjahr, denn es drohen weitere Abgänge nach Tobias Versick (VfL Bückeburg), Sascha Klarmeyer (RW Maaslingen) sowie Hussein Hamdan und Aram Skripin (beide Preußen Espelkamp).
"Wir müssen zusehen, dass wir den Kader zusammenhalten", sagt Könemann, "ich hoffe auch, die Zugänge stehen zu ihrer Zusage". Bislang wurden Sebastian Rusteberg (RW Maaslingen) und Joshua Wlotzka (A-Jugend Preußen Espelkamp) für die neue Saison verpflichtet - allerdings von Klaus Symanczyk.
"Auch mit ihnen müssen wir nochmal sprechen", sagt Torsten Schwier. Hilfreich bei den ganzen Planungen wäre womöglich ein sportlicher Leiter, dessen Fehlen Symanczyk zuletzt bemängelt hatte. "Wir arbeiten daran, wie auch an anderen Dingen", sagt Schwier, und Könemann ergänzt: "Wir werden im Verbund versuchen, einen bezirksligafähigen Kader auf die Beine zu stellen."
Schließlich hofft der Verein auch, dass der neue Coach Spieler zu Union lotst. Schwier: "Köne ist im Fußball gut vernetzt." Der neue Coach hat auch schon "ein paar Namen auf dem Zettel". Seine Ziele sind aber zunächst bescheiden: "Wir wollen in der Bezirksliga Fuß fassen, um nicht ganz durchgereicht zu werden. Zudem will ich dazu beitragen, dass der Verein wieder enger zusammenrückt." Denn: "Union ist eine Aufgabe, bei der man einiges bewegen kann."