Symanczyk adelt Kevin Necker / Ruhland bejubelt erstes Saisontor / Mohe erstmals wieder zwischen den Pfosten
Überraschung: Er begann als Verteidiger, spielte dann im defensiven Mittelfeld und wurde auf der rechten Offensivseite am Sonntag zum Leistungsträger: Kevin Necker ist bislang eine der Überraschungen im Kader von Union Minden. Beim 4:2 im Kellerduell gegen den RSV Barntrup schoss der Blondschopf sein zweites Landesliga-Tor und wurde hinterher von Trainer Klaus Symanczyk als "bester Mann" geadelt. Necker gab das Lob gerne zurück: "Das Tor ist auch ein Dank an den Trainer. Ich bin ja noch A-Jugendlicher, und er gibt mir das Vertrauen." Auch die Situation im Abstiegskampf bewertete Necker realistisch: "Es war ein ganz wichtiger Sieg - aber nur der erste Schritt." (kül)
Schiefe Linie: Während sich im Weserstadion nach dem Spiel alle über den wichtigen Mindener Sieg freuten, gab es vor dem Spiel etwas Ärger. "Die Mittellinie ist schief, und gemäht ist der Rasen auch nicht", schimpfte Union-Organisator Heinz Albersmeier und verwies aus der Sprecherkabine auf den krummen Kreidestreifen in der Spielfeld-Mitte. Sein Unmut galt der Stadt, die den Platz nach einem Fußball-Camp offenbar nicht wie gewünscht hergerichtet hatte. (kül)
Premiere: Die Freude war RW Maaslingens Tim Ruhland nach dem Abpfiff anzusehen. Dank seines Treffers gewann RWM am Sonntag mühevoll gegen Aufsteiger Spvg Steinhagen. "Es war mein erstes Saisontor", sagte Ruhland, der fast die komplette Hinrunde verletzt gefehlt hatte. "Das habe ich natürlich zunächst auch noch gemerkt, aber in den letzten Wochen wurde es durch mehr Spielpraxis immer besser", meinte Ruhland und fügte hinzu: "Auch wenn ich mich natürlich über mein Tor freue: Wichtig sind die drei Punkte. Das war ein ganz schweres Spiel." (maw)
Lange Leidenszeit: Am 7. Juni 2009 bestritt Sascha Mohe sein letztes Pflichtspiel. Damals noch im Trikot von Union Minden bei einem 7:0 gegen Jöllenbeck. Danach weilte er für zwei Auslandssemester in Schottland und riss sich anschließend gleich zweimal die Achillessehne. Am Freitagabend ging für den inzwischen bei RW Maaslingen aktiven Torwart diese lange Leidenszeit zuende. Er stand beim 4:0 der RWM-Reserve gegen Päpinghausen-Cammer erstmals wieder bei einem Pflichtspiel im Tor. "Endlich konnte ich mal wieder über 90 Minuten Spielpraxis sammeln. Dazu habe ich noch zu Null gespielt. So kann es weitergehen", freute sich der 27-Jährige. (maw)
Halbmarathon-Mann: Er läuft gerne und viel: Jan Frederik Finger von Bezirksligist SV Kutenhausen-Todtenhausen. Vergangenen Samstag bestritt er wettkampfmäßig erstmals einen Halbmarathon. "Dazu überredet haben mich vier Lauffreunde aus dem Dorf und gesagt: Im Training läufst du zwölf, dreizehn Kilometer, da schaffst du auch die 21", verriet der 27-Jährige. Beim Airportrun in Hannover kam Finger in 1:37:34,5 Minuten unter 67 Startern in der Männerklasse immerhin auf Platz 15 knapp 14 Minuten hinter dem Sieger, und mit seiner Zeit war er sehr zufrieden. "Nach dem Lauf aber ging gar nichts mehr. Ich war extrem kaputt", bekannte Finger, der noch am Donnerstag als Trainer 16 Kilometer abgespult hatte. Am Sonntag gegen SV Rödinghausen II spielen brauchte er dann nicht, zumal er als Trainer der B-Jugend nicht rechtzeitig vom Westfalenpokal-Spiel in Sprockhövel zurück sein konnte. (kub)
Verwirrung: Laut Internetportal fussball.de endete die Partie in der Kreisliga B Nord zwischen TuS Lahde-Quetzen II und SV Kutenhausen-Todtenhausen III am Sonntag 0:1. Das war falsch, wie Lahdes Coach Jörg Wilkening bestätigte. "Wir haben 1:0 gewonnen. Der Schiedsrichter hat das hinterher falsch eingetragen. Das Problem entstand dadurch, dass wir beiden Trainer den Eintrag des Schiris abgenickt haben - ohne dabei richtig hinzuschauen", erklärte er. Der Unparteiische Soner Icbudak (Herford) bemerkte seinen Fehler sofort, konnte ihn allerdings nicht rückgängig machen. Dafür muss erst Staffelleiter Ralf Schlingmann kontaktiert werden. (maw)
Wie die Profis: Ein Ball mit Sensor, ein Chip im Schuh und eine Uhr, die alle Daten erfasst: Die SV Eidinghausen-Werste bedient sich ab sofort professionellster Trainingsmethoden. "Ziel war es, unseren Fußballern, ganz egal welcher Spielklasse oder welchen Alterns, ein innovatives Tool an die Hand zu geben", sagt Jugendgeschäftsführer Andreas Kannenberg. Jugendobmann Benedict Hus bringt es auf den Punkt: "Wir wollen nun endlich auch Jugend- und Amateurspielern ermöglichen, die eigene Leistung zu messen und schlussendlich natürlich zu verbessern." Gesammelt werden die Daten während des Trainings und der Spiele, ausgewertet werden sie am Computer. (nw)
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