Schlusslicht Union Minden empfängt den Vorletzten Barntrup / RWM blickt auf Verfolgerduelle
"Wenn wir verlieren, sind wir mit einem Bein abgestiegen", sagt Union-Trainer Klaus Symanczyk und macht das Kellerduell zum Charaktertest: "Es muss erkennbar sein, wer welche Richtung einschlagen will. Wer nächste Saison weiter in der Landesliga spielen will, der kann es am Sonntag zeigen."
Mit diesem deutlichen Appell will der Coach womöglich auch zusätzliche Prozente an Leistung aus seinen Spielern herauskitzeln. Denn so schlecht, wie die Ausbeute mit einem Punkt aus vier Spielen im Jahr 2012 vermuten lässt, sieht Symanczyk sein Team nicht: "Auch wenn wir in Höxter und Avenwedde klar verloren haben, habe ich keinen großen Unterschied gesehen. Leider brechen uns die Standardsituationen immer wieder das Genick."
Dumm nur, dass in Barntrup eine Mannschaft kommt, die genau dieses Stilmittel bestens beherrscht, wie Unions Kreiskonkurrent RW Maaslingen am vorigen Sonntag bei seinem 3:0-Sieg erfuhr. Dennoch behält Symanczyk, der weiter nur auf Sascha Klarmeyer verzichten muss, seine Zuversicht: "Wir haben es weiter in der Hand, in welcher Liga wir im nächsten Jahr spielen."
Das gilt auch für die Maaslinger, die die Landesliga allerdings gerne als Aufsteiger verlassen würden. Dieses Saisonziel hat in den vorigen Wochen nach vier eigenen Siegen und diversen Patzern der Konkurrenz klare Formen angenommen - und es wird morgen noch besser: Während RWM als Tabellenzweiter gegen die zehntplatzierte Spvg Steinhagen klarer Favorit ist, treffen die Verfolger SC Verl II und Victoria Clarholz sowie SC Herford und SV Höxter in direkten Duellen aufeinander.
"Wir können einen Riesenschritt machen", sagt RWM-Trainer Andreas Schwemling, dessen Team in den Vorwochen auch mental stark war: "Bis jetzt ist es uns gut gelungen, die Patzer der anderen auszunutzen. Da wollen wir weitermachen." Allerdings mahnt Schwemling, dessen Kader bis auf Tim Schwier komplett ist, Respekt vor dem Gegner an: "In Steinhagen haben wir dominiert, aber erst spät die beiden Tore zum 3:1 geschossen. Der Gegner wird gut stehen, es wird ein schweres Spiel." Dennoch ist die Ausgangslage für RWM blendend: Nach der Pflichtaufgabe Steinhagen folgen gegen Tengern und Espelkamp zwei weitere Heimspiele.