SV Kutenhausen-Todtenhausens Fußballerinnen haben als Landesliga-Tabellenführer den Aufstieg vor Augen
"Wir wollen uns oben festbeißen und würden den Aufstieg gerne mitnehmen", betont der Coach, warnt jedoch: "Ich gehe nicht davon aus, dass es jetzt so weiter geht. Wir werden auch noch das eine oder andere Spiel verlieren." Die Zurückhaltung ist angesichts des Saison-Zeitpunkts normal. Der Blick auf die Zahlen zeigt jedoch, dass die SVKT-Frauen allen Grund zur Euphorie haben.
In bislang elf Saisonspielen gab es bei zehn Siegen nur beim Tabellenvierten Donop-Voßheide ein Unentschieden. Im Schnitt erzielen Zahns Schützlinge vier Tore pro Spiel, insgesamt traf der beste Angriff der Liga mit Top-Stürmerin Linda Riechmann (16 Tore) elfmal mehr als der Zweite in dieser Statistik. Auch die Abwehr steht gut: Zwölf Gegentore kassierte sonst nur noch der Tabellendritte VfL Holsen, der am 4. März erster Gegner nach der Winterpause ist.
"Wir wussten, dass wir besser sind als im letzten Jahr", sagt Coach Zahn angesichts der starken Statistikwerte, "dass aber so viele Sachen gleich so gut funktionieren, hätte keiner gedacht". Das gilt zum Beispiel für das geänderte System. Zahn: "Im letzten Jahr haben wir sehr defensiv im 4-2-3-1 gespielt. Jetzt spielen wir konsequent mit zwei Spitzen, und die Abwehr bleibt trotzdem stabil."
Zum guten Lauf kamen auch Glück und Intuition. "Wir hatten drei Elfmeter in kritischen Situationen gegen uns. Zwei davon hat unsere Torfrau Dorothee Hergert gehalten, einer ging vorbei", schildert Zahn. Zudem erinnert sich der Coach an zwei weitere Knackpunkte: "Wir haben in zwei Heimspielen zur Pause jeweils 0:1 zurückgelegen. Gegen Lippstadt haben wir in der Pause dreimal gewechselt und noch 3:1 gewonnen. Gegen Thülen haben wir ohne Wechsel weitergespielt und 4:1 gewonnen." Sein Fazit: "Wir haben als Trainerteam die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen."
Das soll auch in Zukunft so bleiben. Chefcoach Patrick Zahn hat genauso für die neue Saison zugesagt wie seine Co-Trainer Andre Köllner, Nils Laufer und Fabian Krahe. Auch Physiotherapeutin Katharina Bäumer und die Mannschaftsverantwortliche Christa Riechmann stehen weiterhin zur Verfügung.
Die Personalplanung ist ebenfalls abgeschlossen. In Sabrina Schlottmann (TSV Havelse), Eileen Petereit und Vanessa Wiehe (beide Herforder SV) kamen im Winter drei Zugänge, von denen allerdings nur Schlottmann sofort einsetzbar ist. Wieder im Training ist die Langzeitverletzte Yvonne Kögler, Lisa Meyring kehrt vom Auslandsaufenthalt in Australien zurück. Insgesamt plant Zahn für die neue Saison mit 23 Spielerinnen. Gute Voraussetzungen für das Abenteuer Westfalenliga.