Andreas Böhne, Leiter der noch jungen Fußballabteilung in Meißen, und Trainer Sadok Ferchichi, blickten im Gespräch mit dem Mindener Tageblatt zurück auf die blutige Attacke ihres Spielers Feremez Adsiz. In der Halbzeit des Spiels in der Kreisliga C1 zwischen dem Tuspo Meißen und TuS Holzhausen/Porta II hatte er seinem Gegenspieler einen Kaffeepott an den Kopf geschlagen und schwer verletzt (das MT berichtete gestern).
"Ich will nichts beschönigen. Ich verurteile diese Tat", sagte Andreas Böhne gestern. "Das muss bestraft werden", machte er deutlich und richtete Grüße an den verletzten Spieler aus Holzhausen/Porta, der im Mindener Klinikum operiert worden war. "Wir wünschen ihm gute Besserung."
Gleichzeitig versuchte Böhne die Hintergründe für die Tat seines mittlerweile suspendierten Spielers zu beleuchten, die er sich kaum erklären kann: "Dafür war er gar nicht der Typ."
Adsiz und sein Gegenspieler hätten sich bereits in der ersten Halbzeit verbal auseinandergesetzt. "Unser Spieler wurde andauernd provoziert, das waren Beleidigungen der schlimmsten Art. Das habe ich am Spielfeldrand selbst gehört", berichtete Böhne.
Als keine Entschuldigung kam, hat er zugeschlagen
Als Adsiz nach einem Foul die Rote Karte gesehen hatte, sei er duschen gegangen und habe danach einen Kaffee getrunken. Als die Mannschaften in der Halbzeit vom Spielfeld zur Kabine gingen, sei Adsiz auf seinen Gegenspieler zugegangen. "Er hat mir gesagt, dass er eine Entschuldigung verlangt hat. Stattdessen wurden die Beleidigungen wiederholt. Dann hat er zugeschlagen. Beide sind zu Boden gegangen und wurden dann von den anderen Spielern getrennt", schildert Böhne, der als Augenzeuge diese Aussagen auch gegenüber der Polizei gemacht hat.
Dort liegt eine Anzeige gegen Adsiz vor. Die Polizei vernimmt derzeit Zeugen und Beteiligte. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung, berichtet Pressesprecher Ralf Steinmeyer.





































