Kreispokal: FT Dützens Doppel-Torschütze vergibt erst Großchance und trifft dann zum 2:1 gegen Union Minden
Es sind Momente wie dieser, von denen Fußballer träumen. Doch Dützens Mann des Tages gab sich nach dem Spiel zurückhaltend. "Nach dem Ding hatte ich eigentlich schon keinen Bock mehr", sagte Ruschmeier mit Blick auf seine in der Tat haarsträubend versemmelte Möglichkeit in der 76. Minute, um dann doch noch zu grinsen: "Wenn man dann in der letzten Minute trifft, ist das natürlich geil."
Genauso empfanden es seine Mitspieler, Trainer und alle, die mit den Platzherren gefiebert hatten. Denn so überraschend der Sieg des Bezirksligisten gegen den Landesliga-Zweiten erschien, unverdient war er nicht. "Union hatte mehr Spielanteile, wir aber die besseren Möglichkeiten", bilanzierte FTD-Trainer Mathias Kummer und fand Zustimmung bei seinem Union-Kollegen Peter Alvermann: "Wir waren heute einfach zu ungefährlich. Viel Ballbesitz reicht eben nicht aus."
Das zeigte sich schon in der ersten Halbzeit, als die Dützer den spielerisch besseren Gästen kämpferisch den Schneid abkauften. Dennoch hätte Union das Spiel früh beruhigen können: Der sonst bei Björn Meyer gut aufgehobene Sascha Schumann traf nach Diagonal-Pass von Danny Odoy aus dem Nichts zur Führung (20.), Lennart Versick verzog nur zwei Minuten später knapp.
"Wir haben uns aber noch vor der Halbzeit zurückgebissen", freute sich Kummer über die gute Moral seiner Elf. Justus Köhler (33.), Holger Kruse (40.) und Ruschmeier (42.) hatten schon vor der Pause den Ausgleich auf dem Fuß, der kurz danach schließlich Ruschmeier gelang: Nach Vorarbeit von Peter Pütz im Strafraum musste der Angreifer nur noch den Fuß hinhalten (50.).
Union antwortete mit viel zu zaghaften Angriffsversuchen, die keine einzige Großchance produzierten. Auf der Gegenseite hätte Dützen in besagter 76. Minute in Führung gehen müssen, als ein Schuss von Köhler von der Latte zurück ins Feld prallte, Ruschmeier zu unentschlossen nachsetzte und an Union-Torwart Robin Hallett scheiterte. Wenig später machte er seinen Patzer wieder gut.
Neben der Niederlage musste Union Minden auch noch personelle Rückschläge verdauen: Stephan Teinert riss sich am Dienstag bei einem Zusammenprall im Training die Außenbänder im linken Fuß und fehlt mindestens drei Wochen. Luca Dahlhoff musste nach nur 13 Minuten mit Muskelproblemen vom Platz.
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