Bielefeld verliert 1:2 gegen Cottbus / Energie-Doppelschlag vor der Pause / Guela trifft zum Anschluss und sieht Rot
Gegen Energie Cottbus kassierten die Hausherren vor 11 453 Zuschauern in der Schüco-Arena eine 1:2 (0:2)-Niederlage. Mit einem Doppelschlag von Nils Petersen (42.) und Marco Kurth (45.) sorgte Energie schon in der ersten Hälfte für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer von Franck Guela (68.) per Elfmeter kam zu spät. Zu allem Überfluss sah Arminias Torschütze noch die rote Karte wegen einer Tätlichkeit.
Überrumpelte Cottbuser finden schnell ins Spiel
Gegenüber der Auftaktniederlage hatte Ziege seine Elf auf vier Positionen verändert: Sebastian Heidinger (links) und Guela (rechts) besetzten die Außenbahnen, Assimiou Toure verteidigte rechts und Orhan Mustafi sollte Oliver Neuville im Sturm unterstützen. In der neuen Formation legten die Ostwestfalen gut los. Alon Abelski verfehlte nach 60 Sekunden das Tor nur knapp und nach vier Minuten wurde ein Schuss von Neuville erst im letzten Augenblick geblockt.
Was gut begann, versandete ebenso schnell, denn die überrumpelten Cottbuser fanden nun immer besser ins Spiel. Zunächst beschränkten sich die Gäste auf die eigene Defensive, wurden dann aber nach einer halben Stunde immer mutiger. Kolja Afriyie und Markus Brenzka versiebten die ersten Möglichkeiten, ehe Nils Peterson einen Bildbucherangriff über den uneigennützigen Emil Jula zur Führung in der 42. Minute nutzte.
Dass die Lausitzer noch vor dem Wechsel zu einem komfortablen Vorsprung kamen, hatten sie zwei Arminen zu verdanken. Nils Fischer leistete sich am eigenen Strafraum einen seiner vielen Stockfehler und beim unmittelbar folgenden Distanzschuss von Kurth machte auch Torhüter Dennis Eilhoff keine gute Figur.
Mit dem gleichen Personal, aber mit wesentlich mehr Zug zum Tor kamen die Arminen aus der Kabine. Abelski, Heidinger, Guela und Kauf hätten schon früh den Anschluss herstellen können. Den besorgte dann Guela per Elfmeter - Cottbus´ Adam Straith hatte ein Guela-Solo mit einem Foul beendet. Um dem Spiel eine Wende zu geben, fehlte in der Schlussphase auch ein wenig das Glück. "Wir müssen mit dieser Mannschaft Geduld haben", hatte DSC-Präsident Wolfgang Brinkmann schon zur Pause gesagt. Die Fans der Bielefelder haben diesen Appell wohl schon verinnerlicht, denn trotz der Heimniederlage verabschiedeten sie ihr Team mit Applaus für eine starke zweite Hälfte.
"Keiner ärgert sich mehr, als Guele selbst"
Geduld muss in den nächsten Wochen wohl auch Guela üben, denn in der Nachspielzeit ließ sich Arminias Stärkster zu einer Tätlichkeit gegen Kurth hinreißen und wird sicher für einige Spiele gesperrt. "Die rote Karte ist bitter, denn er war einer unserer Besten. Die Tätlichkeit ist natürlich dämlich, aber ich bin sicher, dass sich keiner mehr darüber ärgert, als Guela selbst", sagte Trainer Ziege.
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