Beide Solarfabriken in den neuen Ländern werden geschlossen und auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Bielefeld wird dichtgemacht (wir berichteten). Damit verlieren insgesamt 285 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Das Werk im sächsischen Großröhrsdorf bei Dresden schließt am 31. August, am Standort Sülzetal (Sachsen-Anhalt) gehen am 30. September die Lichter aus. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Bielefeld (27 Mitarbeiter) wird erst am 31. Dezember dichtgemacht. "Wir wollen noch alle Aufträge abarbeiten", sagte Unternehmenssprecher Thomas Lauritzen. Den Beschäftigten bietet Schüco eine Abfindung, deren Höhe sich nach Betriebszugehörigkeit und Monatseinkommen richtet. Einige Betroffene könnten vielleicht am Standort Weißenfels unterkommen.
Grund für den Rückzug aus der Dünnschichtmodulproduktion seien die weltweit schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Photovoltaikbranche sowie ein extremer Preisverfall, erläuterte Lauritzen die Entscheidung der neuen Geschäftsleitung der Schüco International KG. Vor allem die Preise asiatischer Konkurrenten "können wir mit unseren Dünnschichtmodulwerken in Deutschland nicht erreichen".
Der Spartenumsatz war 2011 um 19 Prozent auf knapp 850 Millionen Euro eingebrochen. Auch im ersten Halbjahr 2012 musste die Sparte laut Lauritzen einen zweistelligen Umsatzrückgang hinnehmen.














