Pech gehabt! Die Nordkoreaner wollten mit dem Raketenstart ihre technologische Potenz unter Beweis stellen. Doch sie haben den "Hellen Stern", den Satelliten, den sie ins All bringen wollten, im Meer versenkt. Man könnte über diese Pleite nach den großspurigen Ankündigungen aus Pjöngjang schmunzeln. Wenn die Situation nicht so traurig und gefährlich wäre.
Traurig, weil Rakete und Satellit nach Experten-Schätzung so viel Geld gekostet haben, wie nötig wäre, das hungernde nordkoreanische Volk ein Jahr lang mit Lebensmitteln zu versorgen. Und gefährlich, weil Nordkorea abermals unter Beweis gestellt hat, dass es seinen aggressiven Kurs fortsetzt, sich nicht um UN-Resolutionen und internationalen Druck schert. Auch der neue, junge Machthaber Kim Jong Un hält am Atomwaffenprogramm fest. Denn der Raketenstart, da ist sich die Fachwelt einig, war in Wahrheit der Test einer militärischen Langstreckenrakete. Dabei wusste das menschenverachtende Regime: Mehr als eine Verurteilung des Weltsicherheitsrates hatte es nicht zu befürchten, es kann sich weiter auf seine "Schutzmächte" Russland und vor allem China verlassen. Der Spielraum für Sanktionen ist ohnehin angesichts der Versorgungslage gering.
Möglich, dass Nordkorea nun noch offensiver auftritt. Denn die Raketen-Pleite kommt einem Gesichtsverlust der Militärs und ihres "Führers" gleich. Sie werden größte Anstrengungen unternehmen, diesen rasch wettzumachen. In Südkorea ist man zu recht alarmiert.













