Das bestätigte Staatsanwalt Johannes Mocken gestern. In dem Ermittlungsverfahren ging es um mehr als 600 Millionen Euro Spekulationsverluste im Eigenhandel der Bank im Jahr 2007. Ex-Vorstandschef Thomas Fischer, dem der Skandal den Job kostete, muss demnach 150 000 Euro zahlen, die amtierenden Vorstände Werner Taiber ebenfalls 150 000 und Hans-Jürgen Niehaus 75 000 Euro. Das Landgericht Düsseldorf habe der Einstellung zugestimmt.
Einige der Verfahren sind noch offen. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" soll lediglich gegen zwei ehemalige Aktienhändler der WestLB Anklage erhoben werden. Sie sollen bei der Jagd nach millionenschweren Boni Risikolimits und Vorstandsanweisungen ignoriert und ihre riskanten Deals verschleiert haben.
Die WestLB hatte beide entlassen und Strafanzeige gegen sie erstattet. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im April erklärt, dass sie nach dreijährigen Ermittlungen den Verdacht der Untreue, der Marktmanipulation, der Verletzung des Aktiengesetzes und der Insider-Geschäfte als erhärtet ansieht.
Die Behörde hatte ihre Ermittlungen aber auch auf Fischer und den gesamten damaligen Vorstand ausgeweitet. Dabei ging es um den Verdacht, dass der Vorstand seinerzeit den Aufsichtsrat zu spät und unzureichend über die Vorgänge informiert und damit das Aktiengesetz verletzt habe. Die Aktienhändler der WestLB hatten mit der Kursdifferenz zwischen Vorzugs- und Stammaktien von Volkswagen spekuliert. Sie hatten darauf gesetzt, dass sich die Kurse immer wieder angleichen werden. Letztlich endeten die Spekulationen für die WestLB in einem Desaster.





















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