"Ich bin mächtig schockiert", drückt eine Mutter aus, was die meisten Eltern der betroffenen Schüler von der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule fühlen. Das Arbeitsblatt war keineswegs als Teil des Geschichtsunterrichts gedacht. Vielmehr bot es den Schülern eine Anleitung, wie man ein Referat vor Mitschülern hält. Die Eltern beschlossen aufgebracht und verunsichert, die Bezirksregierung über den Vorfall zu informieren. Die Kinder diskutieren in sozialen Netzwerken über den Lehrer. Auch unter den Kollegen ist das Arbeitsblatt ein Thema. Eine rechtsradikale Neigung des Lehrers schließen die meisten allerdings aus. "Er ist Antifaschist", ist sich eine seiner Kolleginnen ziemlich sicher.
Die Bezirksregierung Detmold hat am Dienstag den Lehrer mit sofortiger Wirkung vorläufig suspendiert. "Die Maßnahme ist notwendig geworden, weil dem Beamten wegen des Verdachts der unzulässigen Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen im Unterricht erhebliche Dienstpflichtverletzungen vorgeworfen werden", heißt es in einer Presseerklärung. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe habe die Bezirksregierung sofort begonnen, den Sachverhalt aufzuklären.



