Münster/Paderborn (lwl). Vor mehr als 65 Jahren rückten sie am Ende des Zweiten Weltkrieges als Sieger ein. Sie legten die preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen zusammen und gründeten so das Bundesland Nordrhein-Westfalen: die Angehörigen der British Forces Germany.
Bevor die Soldaten in einigen Jahren ausgezogen sein werden, will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ihre Anwesenheit in Westfalen-Lippe fotografisch dokumentieren. Das LWL-Medienzentrum hat bereits im vergangenen Jahr Kontakt mit den zuständigen Verbindungsstellen aufgenommen, um das Leben der britischen Soldaten und ihrer Familienangehörigen fotografisch dokumentieren zu können.
Stephan Sagurna, dem als Fotografenmeister die Umsetzung des Projektes übertragen ist, fand offene Türen. War den Briten doch bereits selber aufgefallen, dass es außerhalb der üblichen Pressefotos kaum einen fotografischen Nachweis ihrer langjährigen Anwesenheit in Deutschland gibt. Die Motive sind vielfältig: Seien es die kurios anmutenden Sprunghaltungen beim Training der Fallschirmspringer, oder der Wettbewerb der Feldköche, die mit einfachsten Kochutensilien ein schmackhaftes Essen zubereiten sollen.
Mit dem Abzug ist das Projekt noch nicht beendet. "Wir möchten die verlassenen Kasernengelände und die Umnutzung, fotografisch begleiten", sagt Produktionsreferent Dr. Hermann-Josef Höper.



