Einsätze des ADAC haben sich zurzeit verdreifacht / Häufigste Pannenursache sind Batterien
Bis zu 500 Anfragen pro Tag laufen in OWL beim ADAC und seinen Vertragspartnern derzeit ein. Im Jahresdurchschnitt seien es nur um die 120 Anfragen pro Tag, sagte Albert Löhr vom ADAC OWL. Löhr stellte gestern in Bielefeld die Jahresbilanz 2011 vor.
Im vergangenen Jahr fuhren die Gelben Engel allein 70 000 Einsätze in NRW. Allerdings sank die Zahl im Vergleich zu 2010 (73 800) damit etwas ab. Ursache für den Rückgang sei der relativ milde Winter bis zum Jahreswechsel, so Löhr. Die häufigste Panne waren kaputte oder leere Batterien, in NRW rückten die Pannenhelfer deshalb fast 146 000 Mal aus. Die Lebensdauer von Batterien habe über die Jahre immer weiter abgenommen, sagte Löhr. Ursache seien die modernen Steuergeräte in den Fahrzeugen, die zum Teil auch während der Standzeiten Strom benötigten. Kfz-Meister Andreas Krohn sagte hierzu: "Dass die Batterie auf einmal nicht mehr läuft, kommt für den Fahrer gänzlich überraschend."
Überraschend für den ADAC: Mehr als 41 000 Mal wurden die Gelben Engel in NRW gerufen, um Reifen zu wechseln. Löhr: "Entweder kennen sich die Fahrer schlecht mit ihren Fahrzeugen aus, oder das mitgelieferte Werkzeug ist zu schlecht." Kritik übte der ADAC am komplizierten Aufbau neuer Fahrzeuge, selbst gestandene Kfz-Mechaniker hätten oft Probleme, Reparaturen an Ort und Stelle auszuführen. Immerhin: In mehr als 83 Prozent der Fälle gelinge es, das Auto unmittelbar wieder flott zu machen. Weitere Daten: Die Anzahl der Marderverbisse stieg 2011 in NRW im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 1618 Fälle an, 99 000 Menschen sperrten sich 2011 in Deutschland aus ihren Autos aus.
Eine App für Smartphones bietet der ADAC zum kostenlosen Download. Sie erleichtert es den Pannenhelfern, schneller vor Ort zu sein.