Detmold (lnw). Die Fronten im Streit über den geplanten "Nationalpark Teutoburger Wald" bleiben verhärtet. Großgrundbesitzer Stephan Prinz zur Lippe teilte am Mittwoch mit, er kritisiere sowohl die Berufung eines Schlichters als auch die Benennung des Rechtsanwalts Günter Kozlowski durch den Kreistag.
"In einem professionellen Schlichtungsverfahren wird gemeinsam eine unparteiische Person des Vertrauens beider Seiten ausgewählt, die lediglich eine Empfehlung auszusprechen hat." Davon könne im Fall von Kozlowski nicht die Rede sein. "Er ist nicht unparteiisch, denn er hat den Kreis Lippe zuvor anwaltlich in dieser Sache vertreten."
Darüber sei die Seite der Nationalpark-Kritiker nicht einmal gefragt worden, kritisierte Prinz zur Lippe, dem rund ein Fünftel der Waldflächen des angedachten Nationalparks gehören. Zugleich erneuerte er seine Haltung, in der Angelegenheit keine Verhandlungen führen zu wollen.
Auch ein Schlichtungsverfahren hierüber kommt nicht in Betracht. Die Planungen in der bekannten Form hält er für gescheitert. "Es ist an der Zeit, dieses Scheitern zur Kenntnis zu nehmen."
Das nordrhein-westfälische Umweltministerium plant in den Kreisen Lippe, Paderborn und Höxter einen fast 9000 Hektar großen Nationalpark auszuweisen.



