Bielefeld (gär). Ein Mitarbeiter des Landesbetriebes StraßenNRW soll in einem Zivilprozess um die A33 Urkunden gefälscht haben, um eine Schadenersatzpflicht seiner Behörde zu verhindern. Mittlerweile habe sich der Verdacht wegen versuchten Prozessbetruges konkretisiert, sagte ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft.
Der Verdacht richte sich nicht mehr gegen eine unbekannte Person, sondern gegen einen Beamten des Landesbetriebes. Der Beschuldigte, der intern die Vorwürfe bereits eingeräumt haben soll, soll bald vernommen werden. Auch der Landesbetrieb StraßenNRW hat auf die Anschuldigungen reagiert. "Es gibt disziplinarische Ermittlungen", bestätigte Andreas Meyer, Leiter der Bielefelder Niederlassung. "Personen, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen stehen, sind nicht mehr mit dem Bauprojekt A33 beschäftigt", sagte Meyer.
In Bezug auf die Zivilklage, die von dem Bielefelder Landwirt Siegfried Wißbrock angestrengt worden war, hat der Landesbetrieb mittlerweile alle Forderungen in Höhe von 70 000 Euro anerkannt.
Bei den Arbeiten zur A 33 waren auf Wißbrocks Hof Drainagen zerstört worden, sodass seine Erdbeerfelder überschwemmt wurden. Wißbrock hatte vor Beginn der Arbeiten dem Landesbetrieb Drainagepläne ausgehändigt. Diese wurden vom Landesbetrieb StraßenNRW aber offenkundig manipuliert.
Danach erhob StraßenNRW gegen Wißbrock im Zivilprozess den Vorwurf, er habe seine Mitwirkungspflichten verletzt - was jetzt besonders infam anmutet.



