Das Feuer war gegen 2.15 Uhr von den Insassen eines vorbeifahrenden Autos entdeckt worden, die sofort die Feuerwehr verständigten. Zeugen berichteten, dass aus dem Gebäude mehrere kleine Explosionen zu hören waren.
Eine Polizeistreife traf als erstes am Brandort ein. Durch die starke Flammen- und Rauchentwicklung waren die Fensterscheiben des Erdgeschosses geplatzt, und ein vor der Apotheke geparktes Auto hatte bereits Feuer gefangen.
An der Haustür kamen den Polizisten die ersten aus dem Haus flüchtenden Bewohner entgegen. Die Beamten überprüften die Wohnungen in dem Wohn- und Geschäftshaus, in dem eine Apotheke untergebracht war. Eine Wohnung musste von der Feuerwehr unter Atemschutz aufgebrochen werden, der Bewohner war jedoch nicht zu Hause.
Alle anderen 16 Bewohner hatten das Gebäude unverletzt verlassen können. Sie wurden vorübergehend in einem Bus der Feuerwehr untergebracht und später in einem Hotel einquartiert. Einige kamen auch bei Nachbarn unter.
Rund 100 Feuerwehrleute brauchten fast eine Stunde, um das ausgedehnte Feuer, das das komplette Erdgeschoss verwüstete, zu löschen. Rund vier Stunden dauerte der Einsatz der Löschzüge.
Nach Einschätzung der Feuerwehr ist das gesamte Wohn- und Geschäftshaus einsturzgefährdet. Die Wehrleute haben an einigen Stellen bereits Stützen angebracht. Das Betreten des Gebäudes ist derzeit verboten. Am Vormittag hat ein Statiker den Gebäudezustand begutachtet und weitere Absicherungsmaßnahmen mit einer Baufirma koordiniert. Die Wohnungen sind nicht bewohnbar.
Die Polizei hat die Brandstelle für die Untersuchungen zur Brandursache beschlagnahmt. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.