Dazu zählten im Frühjahr politische Unruhen in der arabischen Welt, Streiks in Griechenland und der Fluglotsen sowie reduzierte Kapazitäten bei der Fluggesellschaft Air Berlin. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft strich am heimischen Flughafen zum Winterflugplan 2011/12 die Ziele London-Stansted und Manchester. Angesichts dieser Belastungen ist Airport-Geschäftsführer Elmar Kleinert durchaus zufrieden mit der Bilanz für 2011: 975 712 Passagiere wurden gezählt und damit rund 5,3 Prozent weniger Ein- und Aussteiger als im Vorjahr. Die Zahl der Flugbewegungen stieg dagegen um 9,4 Prozent auf insgesamt 42 380.
"Die Millionengrenze wurde zwar knapp verfehlt, doch im Vergleich zu anderen Regionalflughäfen sind wir noch einmal glimpflich davon gekommen", so Kleinert: "Unsere Investitionsmaßnahmen in 2010 haben gegriffen und sich als rentabel herausgestellt." Durch die Modernisierungsmaßnahmen im Terminal konnte der Airport im Bereich der nicht direkt zum Flugbetrieb zählenden Tätigkeiten (Non-Aviation) Einnahmeverbesserungen in Höhe von insgesamt knapp einer Million Euro erzielen.
In diesem Jahr setzt der Airportchef "auf einen gemäßigten Wachstumskurs". Dazu sollen im Sommer zusätzliche Verbindungen zum Trendziel Türkei beitragen. Ab Mai werden allein 19 Flüge pro Woche, das ist eine erwartete Sitzplatzkapazität pro Woche von 3 516 Passagieren, nach Antalya angeboten. Zum Vergleich: Im Sommer 2011 waren es 2 618 Plätze bei 14 Abflügen pro Woche. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, sollen bis 2016 rund 18,5 Millionen Euro in die Verbesserung der Infrastruktur des Flughafens investiert werden.