Wiesbaden (dpa). Trotz eines 360 Millionen Euro teuren Umweltpakets des Kali-Förderers K+S könnte die Salzbelastung des Weser-Quellflusses Werra in drei Jahren zunächst steigen. Ende 2011 laufe die Genehmigung für K+S aus, Salzlauge in den Untergrund zu pressen, erklärte der Vorsitzende des Runden Tisches zur Werra-Reinhaltung, Hans Brinckmann, am Donnerstag vor dem Landtags-Umweltausschuss in Wiesbaden. Die mit dem Umweltpaket angestrebten, technisch hoch komplizierten Maßnahmen zur Verringerung der Salzfracht könnten diesen Ausfall anfangs vielleicht nicht kompensieren. Brinckmann sprach von einem "Übergangsproblem".
Derzeit fallen bei der Förderung von Kalidünger rund 14 Millionen Kubikmeter Salzlauge pro Jahr an, die Hälfte davon wird in die Werra geleitet. Mit dem Umweltpaket will K+S die Menge halbieren. Eine Pipeline für Salzlauge zur Weser oder zur Nordsee sei rechtlich machbar, so Brinckmann.




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