Festival am Kraftwerk mit gefühltem Besucherrekord / Feuerwehrmann bekommt Faustschlag - sonst "friedliches Fest"
VON STEFAN LYRATH
Porta Westfalica-Veltheim (Ly). Niemand hat sie je gezählt. Geschätzt pilgern seit 2007 jedes Jahr 20 000 Fans zum Festival am Veltheimer Kraftwerk. Gefühlt waren es diesmal mehr. "So viele 20000 hatten wir noch nie", sagt Lars Schulz, Pressesprecher des Vereins Umsonst & Draußen Kultur Vlotho.
Am Freitag waren mehr Besucher als 2011 in den Weserwiesen, Samstag mindestens so viele wie vor einem Jahr. Schulz: "Es war der beste Freitag, den wir auf diesem Gelände jemals hatten. Und es war wie immer ein friedliches Fest." Auch das Wetter spielte an den beiden ersten Abenden meistens mit.
Wenn nicht, traf es auf wetterfeste Fans. Als es in der Nacht zu Samstag gegen 2 Uhr beim Auftritt der Löhner Mittelalter-Band "Harpyie" heftig zu regnen begann, verharrten die Zuschauer tapfer vor der Weserbühne.
Für Lars Schulz ist das Festival eine Art Familientreffen. "Es gibt wenige Veranstaltungen, wo es die Kinder nicht peinlich finden, wenn auch ihre Eltern kommen", erklärt er. "Umsonst & Draußen" gehört dazu.
"Es ist wichtig, dass das Festival weiterlebt"
Das hat auch Lisa Keiser (22) überzeugt. Die junge Frau, zum ersten Mal im Team, ist eine von rund 300 ehrenamtlichen Helfern, ohne die das Festival kaum zu stemmen wäre, jedenfalls nicht umsonst. Ihre Erwartungen sind nicht enttäuscht worden. "Das Publikum ist gemischt, trotzdem verstehen sich alle. Diese Atmosphäre macht das Festival aus", sagt Lisa Keiser. Die Hobby-Fotografin versteht etwas davon, sie besucht jedes Jahr etwa 20 Konzerte.
In Veltheim wurde sie mit ihrer Kamera vor der Bühne eingesetzt, half aber auch in der Küche oder wies auf dem Parkplatz Autofahrer ein. Ihre Motivation: "Dies ist eine gute Sache." Lisa Keiser ist "kein Mensch, der offen auf Leute zugeht. Hier bin ich von allen freundlich empfangen worden." Nächstes Jahr will sie wieder mithelfen. "Es ist wichtig, dass das Festival weiterlebt."
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Umsonst und Draußen
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Musikalisch sorgten "The Toasters" (Ska) und "More than a Thousand" (Metalcore), beide am Samstag, für Höhepunkte. Vor dem Auftritt von "Eskimo Callboy", denen sexistische Texte vorgeworfen werden, hatten entsprechende Flugblätter kursiert. Zur Vorsicht wurden die Sicherheitsvorkehrungen vor der Bühne "der Situation angepasst", so Lars Schulz. Soll heißen: mehr Security.
Wenn 20 000 Menschen feiern, geht es nicht ohne Blessuren ab. Das DRK Barkhausen, insgesamt mit 48 Helfern im Einsatz, verzeichnete bis gestern Mittag rund 250 Hilfeleistungen, darunter allein etwa 100 Schnittverletzungen, nachdem Besucher in Scherben getreten waren. In ungefähr 30 Fällen mussten Patienten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. So hatte ein Mann einen Herzinfarkt erlitten, während vier oder fünf Jugendliche volltrunken waren.
Verletzter Jongleur muss in die Augenklinik
Unterm Strich rechnete der Barkhauser Rotkreuz-Leiter Jochen van Loh bis zum Schluss mit etwa 300 Hilfeleistungen. "Für ein Festival dieser Größe ist das immer noch wenig", erklärte er. "Erst bei mehr als 500 Patienten würde ich mir Sorgen machen." Die Stimmung der Besucher beschrieb van Loh als "ganz entspannt".
Nicht so gut war die Stimmung bei der Portaner Feuerwehr, im Einsatz mit allen Löschgruppen, zusammen 81 Leute. Einen Feuerwehrmann aus Hausberge hatte es böse erwischt. "Beim Versuch, Erste Hilfe zu leisten, bekam er einen Faustschlag", berichtete der stellvertretende Wehrführer Thorsten Kohlmeier. Ob das Absicht war oder ein Versehen, muss offenbar noch geklärt werden.
Die Polizei sprach zehn Platzverweise aus. 31 Festivalbesucher mussten mit Blessuren ins Krankenhaus gebracht werden. Da im Wesling-Klinikum die Kapazitäten zeitweilig ausgeschöpft waren, wurden einige Patienten auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Einem Jongleur war brennendes Material ins Auge geraten, er wurde in die Augenklinik nach Bünde gebracht.
Unterm Strich verlief das Festival "außerordentlich friedlich", berichtet die Polizei. Drogenmissbrauch registrierten die Einsatzkräfte überhaupt nicht.
"Also mal ehrlich, ich habe hier auf MT-Online selten dümmere Kommentare in so angehäufter Form gelesen wie zu diesem Beitrag!!!!"
Dann hast du noch längst nicht alles gelsen auf dieser Seite. Wir können das noch viiiiel besser ;-)
Georg schrieb am 07.08.2012 15:20 Uhr
Also mal ehrlich, ich habe hier auf MT-Online selten dümmere Kommentare in so angehäufter Form gelesen wie zu diesem Beitrag!!!!
Was soll das? Es geht in diesem Beitrag um eine tolle, einmalige und kostenlose Veranstaltung, die Jahr für Jahr viele nette Menschen in unsere Region zieht ... Die Menschen kommen zusammen um zu feiern, gute Laune zu haben und einfach nur Musik zu hören. Es ist einfach unmöglich wie so etwas hier zerredet wird und versucht wird den jungen Menschen ihren Spaß madig zu machen!
Ich zumindest fand die Veranstaltung, wie auch die letzten Jahre, genial, gelungen und gut organisiert! Mein großer Dank geht an die Organisatoren und all die freiwilligen Helfer, die durch ihren Einsatz dieses Fest erst ermöglicht haben ...!
Achso schrieb am 07.08.2012 11:28 Uhr
Richtig, wer mir der großen Kelle austeilt muss auch einstecken können. Im übrigen Wenn Sie allen ernstes der Meinung sind das die Demos in Ägypten es waren die das Regime zu fall brachten, meinen Sie das ernst?! Wollen Sie das wirklich vergleichen? Demo gegen Rechts, sagen wir mit so drei Toten, ähnlich wie die bürgerkriegsähnlichen Zustände auf dem Tahirplatz? Noch ein paar Panzer dazu und fertig ist die neue Demonstrationskultur? Nein danke, dann gehe ich wirklich nicht mehr zu Demonstrationen.
Troll schrieb am 07.08.2012 09:19 Uhr
Wer allgemeine Unterstellungen verbreitet muss sich da nicht wundern ,-) Und viele engagieren sich heute in Vereinen anstatt auf Demos. Auch sehr wichtig ...
"Ich verabschiede mich aus diesem Forum. "
Tschüss ^^ Aber es bleiben ja noich genug unserer Zunft über ...
Gerechtigkeitsiehtandersaus schrieb am 07.08.2012 08:23 Uhr
Okay. Ich habe es (endlich) verstanden. Ich verabschiede mich aus diesem Forum. Sobald einige meinen Nick sehen, fangen sie an zu zucken und pöbeln mich an, ohne Sinn und Verstand. Manche brauchen eben nun mal ein Feindbild, um sich den Frust von der Seele zu schreiben. Verstehe jetzt auch die ständigen Aussagen von "Mindener", der die Bürger hier immer als blöde tituliert. Na denn fröhliches Saufen und Feiern bis der Arzt kommt. Ciao
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