Haupt- und Finanzausschuss berät 2015 neu / Zahl der Eingangsklassen reduziert / Nutzfläche in Schulen verringern
Nach dem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2010 sind für die Stadt Porta Westfalica langfristig nur noch vier Schulen vorgesehen. Weiter sieht der Beschluss vor, dass Nammen und Möllbergen geschlossen werden und Holzhausen und Vennebeck einen Verbund bilden. Die Verwaltung hatte nun noch die Schließung der Grundschule Veltheim und Kleinenbremen ab dem Jahr 2018 in den Spartopf geworfen. Doch darauf mochten sich die Politiker nicht einlassen. "Wir tun uns schwer damit", gab Susanne Engelking (FDP) zu bedenken. Und Jürgen Ernst (CDU) fügte hinzu: " Wir sollten jetzt keine Diskussion lostreten, sonst stehen hier wieder die Eltern mit Plakaten." So einigten sich die Ausschussmitglieder auf eine Aufwandsminderung durch eine Schließung der Grundschulen ab 2018. Welche das sein werden, ließen sie offen. Einig waren sich die Politiker, dass ab 2015 das Altgebäude der Grundschule Vennebeck geschlossen wird und das Grundstück verkauft wird.
Die Barkhauser Schule stehe nicht zur Disposition, sagte Bürgermeister Stephan Böhme. "Diese Schule wird bis auf Weiteres zweizügig bestehen, sie ist im Bestand", erklärte er. Dirk Rahnenführer (SPD) wollte das Anmeldeverhalten der Eltern beobachten. Nach der Schließung der Grundschule Möllbergen hätten sich diese nicht so verhalten wie prognostiziert. "Wir sollten zunächst zwei Schulen vom Netz gehen lassen und dann in zwei Jahren neu beraten."
Beim Aufstellen des Haushaltssanierungsplans seien alle bisherigen Beschlüsse infrage gestellt worden, bemerkte Kämmerer Karl-Heinz Kuhlmann. Der Sanierungszeitraum reiche bis 2021, nun werde eine Positionsbestimmung bis 2016 gebraucht. Groß war die Empörung bei den Eltern, als 2010 die Schließung zweier Grundschulen beschlossen wurde. Schon damals war klar, dass es 2015 Neubewertungen geben muss. Denn die sinkenden Schülerzahlen seien Fakt, so technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Die vor Ort Betroffenen hätten dafür leider kein Verständnis, so der Bürgermeister im Gespräch.
Neben der Schließung von Grundschulen stand auch die Reduzierung des Flächenüberhangs in der Sekundarstufe I am Schulzentrum Nord und Süd auf dem Plan. Dazu Böhme: "Der Haushaltssanierungsplan muss weit in die Zukunft reichen. Momentan gibt es 250 Geburten im Jahr. Ich bin kein Prophet und weiß nicht genau, wie sich das auf die Schulen - Gymnasium, Realschule, Gesamtschule - auswirkt. Aber eins ist klar: Von momentan elf bis 12 Eingangsklassen wird es künftig nur noch neun oder zehn geben."
Daher müsse Vorsorge getroffen werden. Als Beispiel nannte er die Sanierung der Waschbetonfassade an der Realschule Hausberge. Diese wäre sinnvoller zusammen mit einer Dämmung. "Doch es muss auch gewährleistet sein, das dort weiterhin Schule oder eine anderweitige Nutzung stattfindet." Stefan Mohme stellte ein Schadensgutachten dazu in Aussicht.
Verringert werden soll die Nutzfläche auch in den Schulgebäuden der Grundschule Barkhausen, Nammen, Hausberge, Holzhausen-Vennebeck, der Portaschule sowie der Gesamtschule. Irritation gab es wegen 400 Quadratmetern Überhang an der Gesamtschule. "Warum wurde dann in der Vergangenheit dort so viel gebaut?" fragte Kurt Baberske (CDU). Es stellte sich heraus, dass es sich um für den Unterricht nicht geeignete Räume handelt.
Und wenn ihre Kinder oder Enkel Ballerspiele spielen ... na ja was will man erwarten bei den Mathekenntnissen.
Beim Schnecken sammeln gibts übrigens heutzutage Ärger mit dem NABU - also schon aufpassen.