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16.04.2012
Den Narren ist das Lachen vergangen
Stadt kündigt Karnevalsverein "Grün-Rote Bütt" Hainholz den Raum im Lohfelder Zentrum / Suche geht los
VON STEFAN LYRATH

Porta Westfalica (Ly). Die Stadt hat den Karnevalsverein "Grün-Rote Bütt" Hainholz vor vollendete Tatsachen gestellt. "Mittwoch vor Ostern haben wir die Kündigung zum 31. Dezember bekommen", berichtet Vorsitzender Thomas Neubert.

Tanzgarde beim Karneval: Wenn die "Grün-Rote Bütt" kein neues Domizil findet, ist die Session in Gefahr. | Fotos: Stefan Lyrath

Von der Verwaltung hatte Neubert erwartet, dass sie dem Verein eine Alternative in Aussicht stellt. "Aber es kommt nichts." Die Suche nach einem neuen Domizil hat begonnen. Den bisherigen Raum im ersten Stock des Lohfelder Zentrums braucht die Stadt zur Erweiterung des dortigen Kindergartens, weil Jungen und Mädchen aus Hausberge aufgenommen werden sollen.

Bekanntlich schließt der DRK-Kindergarten an der Hoppenstraße zum 1. August. Noch in diesem Jahr sollen 19 Hausberger Kinder in Lohfeld betreut werden, was eine Investition von 101 000 Euro nötig macht. Für 2013 sind sechs U-3-Plätze geplant. Dieser Ausbau soll zulasten der "Grün-Roten Bütt" gehen. In einer Woche entscheidet der Rat.

Unterdessen ist den Narren das Lachen vergangen. Der Stadt werfen sie schlechten Stil im Umgang mit ihrem Verein vor, der sich im Übrigen komplett selbst finanziere, wie Neubert anmerkt. "Wir stellen etwas dar", sagt Sitzungspräsident Karl-Heinz Hohmeier selbstbewusst. Und damit sind nicht nur die Sitzungen gemeint. "Wir fördern Jugendarbeit", erklärt Matthies. "Kinder lernen Zusammengehörigkeit und Disziplin. Wir sind eine große Familie." Noch im Oktober hatte Bürgermeister Stephan Böhme Hohmeier die städtische Kulturplakette verliehen.

Mitglieder hat die "Bütt" 115, davon 80 Aktive in mehreren Tanzgruppen, die vor dem Spiegel im etwa 75 Quadratmeter großen Vereinsraum Tänze einstudieren. Jetzt drängt die Zeit, denn die Proben für die kommende Session beginnen nach den Sommerferien. Am liebsten hätte der Verein dann schon einen neuen Raum, denn der offizielle Auszugstermin fällt genau in die Sessionszeit.

"Keiner hat mit uns gesprochen"

"Wir sind maßlos enttäuscht", sagt Klaus Peter Matthies, Pressesprecher der 64 Jahre alten Karnevalsgesellschaft. "Keiner hat mit uns gesprochen."

Dies gelte auch für die Elternselbsthilfegemeinschaft, Trägerin des Kindergartens. Dafür, so Hohmeier, habe die Stadt den Raum schon des Öfteren ohne Genehmigung des Mieters betreten.

"Wir haben nichts dagegen, dass sich der Kindergarten erweitert", stellt der Sitzungspräsident klar. "Aber die Art und Weise ist nicht in Ordnung." Nach Angaben Hohmeiers soll aus dem Vereinsraum ein Turn- und Geräteraum werden. "Man hätte ihn sich auch teilen können", meint der Sitzungspräsident. "Der Raum ist übrigens nicht unbelastet. In den Ecken sitzt Schimmel."

Zuerst hatte der Vorstand überlegt, juristisch gegen die Kündigung vorzugehen, diesen Gedanken aber wieder verworfen. Mittlerweile haben die Karnevalisten den Raum, der auch vom Kulturausschuss genutzt wird, abgehakt. Einerseits scheuen sie einen Prozess wegen der Kosten. "Außerdem wäre der Imageschaden zu groß", fügt Matthies hinzu.

Nun wird ein günstiger Raum in ähnlicher Größe gesucht. Recht hoch sollte er ebenfalls sein, damit Hebefiguren einstudiert werden können. Der Ortsteil wäre egal. Vorsitzender Neubert gibt die Devise aus: "Dem Raum keine Träne nachweinen, sondern alle Kräfte bündeln."

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 15.04.2012 um 23:11:34 Uhr

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Kommentare
@Porta Nein Danke....Sinnlos sind Kommentare wie Ihre es sind.
Sie haben keinerlei Ahnung von dem was die Feuerwehr betrifft.
Da schon Löschgruppen zusammen gestrichen werden und viele auf sehr Veralterden Stand sind ist die Lösung der zusammenlegung zweier Standorte eine Sinnvolle Lösung.Vorallem wenn man dadurch Kosten reduziert beim Neubau.
Wenn Ich manche Gerätehäuser sehe wo rund um das Fahrzeug 30cm Platz sind wo sich die Einsatzkräfte umziehen müssen während daneben das Fahrzeug läuft um die Druckluftanlage aufzufüllen,frage ich mich warum nicht jedes Gerätehaus auf moderneren Stand gebracht wird.
Da hängen verschmutzte Einsatzkleidungen,private Sachen nebeneinander,bestimmt sehr förderlich.....
Es ist teilweise kein Platz für Unterrichte oder Zusammenkünfte vorhanden und man muss sich Räumlichkeiten suchen wo man eine Zeit zugewiesen bekommt.Es fehlen Sanitäre Einrichtung für Mann/Frau...Alles nicht mehr Zeitgemäss und nicht Gesetzes treu....
Aber es ist ja Sinnlos...Mal sehen wie Herr Porta Nein Danke aus der Wäsche schaut wenn sich die Ehrenamtlichen sagen,es ist Sinnlos zu dem Einsatz zufahren.Dann ist Er garantiert der Erste der hier rumheult.

@ Porta Nein Danke
Wenn Sie nun schon über Feuerwehrthemen schreiben wollen, sollten Sie sich wenigstens vorher ein wenig damit auseinandersetzen und hier keinerlei Stammtischparolen in die Welt posaunen.
Entgegen Ihrer Behauptung, dass in dem Bereich zur Zeit kein "Löschhaus" existiert, verfügen die Feuerwehren in Neesen, Lerbeck und Meißen derzeit insgesamt über 3 einzelne Standorte - wobei das Neeser Gerätehaus in das Gebäude der dortigen Kulturhalle integriert ist. Durch den Neubau werden die Altstandorte aufgegeben und somit wird zukünftig von den Städten Minden und Porta Westfalica nur noch ein Gebäude zu betreiben und unterhalten sein. Wie bereits von einem meiner Vorredner ausgeführt, wird dieses selbst von Kritikern als weitsichtige Entscheidung der beiden Städte angesehen.
Also bitte erst sachkundig machen und dann kommentieren. Vielen Dank im Voraus !

@Florian
Ich bin ein Mann und keine Frau !! *gg*

Es ging auch ohne Löschhaus und da ist rein nix passiert.
Die Feuerwehr hatte damit nie Probleme !
Also von daher ist das SINNLOS !! ;)

Der MT-Bericht sollte eingehender gelesen werden, dann kommt vielleicht der Inhalt ins verständnis. Ein regionaler Karnevalverein mit über 64 Jahren Bestand ist schon kulturtragend und die telnehmenden Kinder in den Graden haben nichts mit dem Kindergarten zu tun. Man sollte sich die Veranstaltungen ansehen - und nicht zum Lachen in den Keller rennen -, dann versteht man auch die Arbeit, die ein Karnevalverein leistet. Übrigens steht im MT-Bericht, dass die Kündigung überraschend kam. Wohl dem, der nicht mit Sack und Pack mal eben seine Wohnung verlassen muß.

Mal abgesehen das ich keinen Vermieter kenne der bei Eigennutzung dem ehemaligen Mieter dann die neue Unterkunft sucht... frage ich mich warum es hier gefordert wird, wenn es im privaten Bereich ebenfalls nicht verlangt wird? Hier soll die Stadt einspringen und das machen was eigentlich Aufgabe des Vereins ist. Im gleichen Zug wird aber über den viel zu hohen Personalaufwand bei der Stadtverwaltung gejammert. Ja was denn nun? Und liebe Frau "Porta nein danke"... wenn ihre Kinder mal in einer Notsituation stecken durch z.B. ein Brandereignis und die Feuerwehr kann nicht so schnell da sein wie es der Gesetzgeber vorgibt, dann wird gejammert und geschrien. Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Stadt und mit ein wenig mehr Informationen (sind übers Internet leicht verfügbar) hätten sie gewußt das diese Variante des Neubaus als sehr weitsichtig von der Portaner Stadtverwaltung bezeichnet werden kann, auch wenn dies zugegebenermaßen eine Ausnahme ist.



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