Finanzielle Situation hat sich entspannt / Gebäude werden renoviert / Offene Türen am 25. und 26. August
Vor allem die finanzielle Situation sei aufgrund von Sparmaßnahmen entspannter geworden. Hohe Pachtaufwendungen für gemietete Grundstücke wollen regelmäßig bezahlt sein. Die Strategie: Gespart wurde, wo es ging, etwa bei Strom- und Müllkosten. Aber auch eine Gebührenerhöhung der Mitglieder war unumgänglich. "Bei der fliegerischen Sicherheit wird jedenfalls nicht gespart", bekräftigt der 52-Jährige.
Der Flugplatz
- Den Flughafen Vennebeck gibt es seit 1951.
- Dort starten und landen Segelflugzeuge und bis zu zweimotorige Flugzeuge.
- Ansässig sind hier Vereine aus Vlotho, Bad Oeynhausen, Löhne, Minden und Porta Westfalica.
- Auf der benachbarten Werft Porta Air-Service arbeiten 14 Mitarbeiter. Sie warten und reparieren Flugzeuge aus Deutschland und Europa.
In diesem Jahr wird seit Langem wieder in die Unterhaltung des Flugplatzgebäudes investiert. Auf der einen Seite werden die in die Jahre gekommenen Hallen renoviert. Auch ein Außenanstrich ist fällig. Bereits neu ausgelegt mit Landreitern wurde die Segelflugstrecke. Außerdem ist im Winter ein neues Landeinformationssystem installiert worden. Das ersetze zwar nicht komplett den Flugleiter, sei aber gerade bei schlechtem Wetter und wenig Flugverkehr sehr hilfreich. Denn dann könne der Flugleiter sich auch anderen Dingen widmen.
Dank der neuen Stabilität geht die Gesellschaft zahlreiche Veranstaltungen in diesem Jahr an. Den Beginn macht am 19. Mai ein Segelflugwettbewerb. Dazu werden etwa 30 Segelflieger erwartet. Weiter geht es schon am 26. Mai mit der Party zum zehnjährigen Bestehen des Flugplatzrestaurants "Airfield". Etwa 15 bis 20 Doppeldecker können beim Kiebitz-Treffen am 28. Juli bestaunt werden. Gleichzeitig findet eine Airborne-Party statt.
Von nah und fern kommen die Besucher in Scharen zum Tag der offenen Tür, in diesem Jahr am 25. und 26. August. Kunstflüge werden dabei aus sicherheitstechnischen Gründen nicht gezeigt werden können. Stattdessen wartet auf die Gäste eine Ausstellung rund ums Fliegen in den Hallen. Im Freigelände sind Flugzeuge nicht nur zu bestaunen, auch Rundflüge werden angeboten. Darüber hinaus gibt es Imbissbuden, Kaffeetafel, Hüpfburg und eine Wirtschaftsschau.
Der vorerst letzte Termin in diesem Jahr soll das Amazonentreffen am 8. September sein. Dazu treffen sich Liebhaber von Volvo-Oldtimern auf dem Gelände in Vennebeck. Im Hintergrund werden alte Flugzeuge präsentiert.
Diese Termine sind nicht zuletzt dazu da, Nachwuchs zu rekrutieren. Denn das ist wie bei vielen anderen Organisationen und Vereinen auch hier ein Problem. Jederzeit führt Tölle aber auch Schulklassen über das Gelände.
Der Flughafen an der Porta steht alle Jahre wieder in der Kritik. Anwohner beschweren sich über Fluglärm und als vor einigen Jahren die Startbahn auf Initiative eines Geschäftsmanns hin verlängert werden sollte, gründete sich erheblicher Widerstand. Das ist Geschichte, die Asphaltbahn hat eine Länge von 860 Metern, die Grasbahn misst 1000 Meter - und das soll auch so bleiben.
Die Zahl der Starts in Richtung Wohngebiet ist auf 30 pro Tag beschränkt. Genaue Zahlen der Flugbewegungen mag Richard Tölle indes nicht nennen. Denn in der Gesamtsumme seien auch die Segelflieger mit dabei, die aber keinen störten. Überhaupt passiere der Anflug sehr hoch über der Siedlung und dort flögen die Motorflugzeuge schon fast im Leerlauf, sprich, seien kaum hörbar. Tölle sagt nur soviel: Die Zahl der Starts und Landungen bleibt seit zwei bis drei Jahren auf gleichem Niveau. Davor habe es einen stetigen Abfall gegeben.
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