Für kommendes Jahr ist auf einer Länge von etwa zwei Kilometern die komplette Erneuerung der Fahrbahn geplant - bis zur Bundesstraße 482 an der Kreuzung bei McDonalds. "Und zwar in voller Schönheit", verspricht Sven Johanning (Bielefeld), Sprecher der regionalen Niederlassung des Landesbetriebes StraßenNRW. Keine Flickschusterei also, sondern eine geschlossene Asphaltdecke. Wann genau es 2012 losgeht mit der Landesstraße 764, kann Johanning noch nicht sagen.
Kraterlandschaft: Schlaglöcher hat die Hausberger Straße bereits reichlich - und der große Frost kommt erst noch.
"Bis dahin fließt viel Wasser die Weser hinunter. Und aus den letzten Jahren weiß man ja, dass sich Planungen auch mal verschieben", schreibt Peter Wienczny. "Für viele Leute ist es nicht nachvollziehbar, dass die Hausberger Straße zwischen Minden und der Südbrücke repariert wurde, während man den Teil innerhalb der Ortschaft Neesen vernachlässigt", fügt er hinzu.
Im August war laut Johanning zunächst ein 100 Meter langes Teilstück nahe der Brücke ausgebessert worden. "Weil auch wir mit unseren Haushaltsmitteln wirtschaften müssen, haben wir uns darauf beschränkt", erklärt der Sprecher.
Mit kaum verhohlener Ironie fragt Wienczny, sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss, ob auf den nächsten Winter gewartet werde - in der Hoffnung, dass die Löcher dann von Schneepflügen zugeschoben würden und die Straße wieder eben sei.
Gemeint sind zum Beispiel Schlaglöcher an der Einmündung Mittelfeldstraße, "die fast zehn Zentimeter tief und 20 bis 30 Zentimeter im Durchmesser sind", wie der Neeser festgestellt hat. "Wenn wir einen halbwegs richtigen Winter bekommen, werden sie noch größer", befürchtet er.
Der Winter spielt beim Vorgehen von StraßenNRW eine wichtige Rolle. Was in welcher Reihenfolge gemacht werden muss, hängt auch vom jeweiligen Ausmaß der Frostschäden ab. Schon jetzt sind allerdings Reparaturen an der Ravensberger Straße im Bereich Veltheim geplant. Noch nicht fest steht, welche Portaner Straßen außerdem an die Reihe kommen. Im Frühjahr weiß man mehr.