Neuer Ferienpass mit ein paar Änderungen / Programmheft wird kommenden Montag in den Schulen verteilt
Stellvertretender Bürgermeister Karl Erich Schmeding und Jugendpfleger Olaf Böhne präsentierten gestern den 36 Seiten starken Ferienpass, der in einer Auflage von 3500 Exemplaren erscheint. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es zwei wesentliche Änderungen.
Erstmals werden die Portaner ihr traditionsreiches Zeltlager für die Zehn- bis 14-Jährigen nicht am Großen Weserbogen in Costedt aufschlagen. Neues Domizil ist der Helenensee in Rinteln. Dort habe man das preiswertere Angebot erhalten, sagt Olaf Böhne.
Abgesehen von dem finanziellen Vorteil versprechen sich die Jugendpfleger von dem Wechsel auch neue Impulse. Nach so vielen Jahren Weserbogen sei es gut, mal etwas anderes kennenzulernen, meint Böhne. Kurzum: "Wir freuen uns darauf."
Zweite Änderung: Die Frühbetreuung bei den Ferienspielen gibt es nur noch auf Anfrage. Eltern, die ihre Kinder bereits um 7.30 Uhr bringen möchten, müssen dafür zehn Euro pro Woche extra bezahlen. Das reguläre Programm beginnt erst um 9 Uhr und endet um 16 Uhr.
Die Frühbetreuung kauft die Jugendpflege künftig extern ein. Das entlastet die vielen ehrenamtlichen Helfer der Ferienspiele. Die geraten an die Grenze der Belastbarkeit, wenn sie bereits um 7 Uhr morgens antreten müssen. "Unsere ehrenamtlichen Betreuer haben schließlich auch Ferien. Außerdem bleibt so mehr Zeit für wichtige Besprechungen", sagt Böhne.
Berlin-Reise und Mädchen-Aktionstage
Ferienspiele gibt es nicht nur im Sommer, sondern auch in den Oster- und Herbstferien. So gehören im April eine Skifreizeit in Ramsau, Reiterferien in Eisbergen und der "Computerführerschein" zum Programm. Und im Herbst werden unter anderem eine Berlin-Reise und Aktionstage speziell für Mädchen angeboten.
Der Großteil der Ferienpasstermine findet selbstverständlich im Sommer statt. Dazu zählen die beliebten Ferienspiele in mehreren Portaner Orten sowie Freizeiten, die dieses Jahr nach Ameland, Föhr, Finnland, Norwegen, Frankreich und Kroation führen. Kooperationspartner sind hier der Kirchenkreis Vlotho und die Stadt Minden.
Karl Erich Schmeding, Ende der siebziger Jahre Vorsitzender des Portaner Stadtjugendrings, ist beeindruckt von der Entwicklung, die die Jugendpflege im Allgemeinen und das Ferienprogramm im Besonderen genommen haben. Er erinnert an die Anfänge mit einem einzigen Jugendpfleger und übersichtlichem Freizeitprogramm. "Die Steigerung seither ist gewaltig." Zwischen drei und vier Jugendpfleger-Stellen gibt es heute und das Ferien- und Freizeitprogramm ist nicht nur umfangreicher, sondern auch anspruchsvoller geworden.
Ein Betreuer kümmert sich um fünf Kinder
Dazu wird selbstverständlich haupt- und ehrenamtliches Personal benötigt. Olaf Böhne ist stolz darauf, dass bei Freizeiten höchstens zehn Kinder und Jugendliche auf einen Betreuer kommen, bei den Ferienspielen ist das Verhältnis aus pädagogischer Sicht sogar noch günstiger und liegt bei fünf zu eins.
Vermutlich ist das ein wesentlicher Grund für den guten Ruf der Portaner Jugendarbeit. Beigetragen habe dazu auch, so Vize-Bürgermeister Karl Erich Schmeding, dass sich in all den Jahren glücklicherweise kein einziger Vorfall ereignet habe, der Eltern Anlass zu großer Sorge gegeben hätte.
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