Wie berichtet, hat die Bezirksregierung erklärt, dass die Vennebecker Schulleitung angesichts von lediglich 16 Anmeldungen keine Eingangsklasse einrichten dürfe. "Diese 16 Kinder müssen ja jetzt irgendwo untergebracht werden. Freier Wille ist nicht mehr gegeben", meint der Förderverein. Meldeten die Eltern ihre 16 Kinder an der nächstgelegenen Grundschule in Holzhausen an, müsste dort ein dritter Zug aufgemacht werden. Diese dadurch entstehende Klasse benötigte auch einen zusätzlichen Lehrer. "Wo ist also der Unterschied, ob man eine zusätzliche Lehrerstelle in der einen oder der anderen Schule braucht?", fragt der Förderverein.
"Vier Züge in Holzhausen aufmachen?"
Er verweist zudem auf die Schülerzahlen im nächsten Jahr. Dann stünden in den Orten Vennebeck, Holtrup und Costedt sogar 34 Kinder für die erste Klasse bereit, in Holzhausen seien es laut Meldeprogramm der Stadt 58 Kinder. "Wie soll das dann gehen? Vier Züge in Holzhausen aufmachen? In einer Schule, die bereits jetzt mit zwei Zügen nicht genügend Platz für die Ganztagsbetreuung der angemeldeten Kinder hat?"
Spätestens nachdem im vergangenen Oktober zu wenig Anmeldungen für Vennebeck vorlagen, hätte die Stadt mit intensiver Planung zur Sicherstellung eines geordneten Schulbetriebes in Vennebeck beginnen müssen, meint der Förderverein. "Man kann die Kinder, Eltern und Lehrer doch nicht einfach so ins Leere laufen lassen."
"Zwei kleine Schulen zusammenlegen"
Im "Leitfaden Schulorganisation" der Bezirksregierung sei vorgeschrieben, dass "eine vorausschauende Schulentwicklungsplanung unerlässlich" ist, unter anderem die "Beteiligung der Schulkonferenz" sowie die "Darstellung der künftigen Beschulung der betroffenen Schülerinnen und Schüler". Diese Planung sei jedoch versäumt worden, beklagt der Förderverein. Die politische Entscheidung über Schulstandorte in Porta sei noch immer nicht gefallen. Sollte nun jedoch keine Eingangsklasse gebildet werden, wäre Vennebeck vorzeitig aus dem Rennen.
Stattdessen bestehe die Möglichkeit, zwei kleine Schulen zu einer zweizügigen Grundschule zusammenzulegen, schreibt der Verein. Vennebeck verfüge über ein neuwertiges Schulgebäude einschließlich Turnhalle und biete genügend Platz für acht Klassen.
Vor diesem Hintergrund solle die Stadt die Eingangsklasse an der Grundschule Vennebeck genehmigen, fordert der Förderverein. "Um dann in Ruhe an einer zukunftsgerichteten, sinnvollen Schulentwicklungsplanung zu arbeiten."
www.grundschule- vennebeck.de
























