Zehnte Auflage des Wettbewerbs / Helena liebt Wissensbücher, Jannik bevorzugt Spannendes
Deshalb darf sie sich als Erste ihren Gewinn aussuchen. "Ich habe schon ungefähr 30 eigene Bücher", sagt Helena. Das schätzt auch Lea Täffler für ihre eigene kleine wachsende Bibliothek in ihrem Zimmer daheim in Barkhausen. Die Neunjährige ist die zweite Hauptgewinnerin, und für sie sind zurzeit "witzige Bücher" die schönsten, so wie das Märchen von den drei Schweinchen.
Jannik Rauchmann, neun Jahre und aus Kleinenbremen ist der dritte Hauptgewinner. Er liest vorzugsweise spannende Geschichten im Bett. Die sind so spannend, dass man am liebsten weiterlesen würde, aber man muss ja auch schlafen. "Die Eltern fördern die Lesebegeisterung der Kinder. "Ich bekomme jetzt eine Leselampe an mein Hochbett", berichtet Helena.
Der Lesewettbewerb der Portaner Grundschulen hat in diesem Jahr zum zehnten Mal Kinderwangen zum Glühen gebracht. Und das Niveau hat sich mit den Jahren kontinuierlich gesteigert, sagt Ute Gösch. Die Leiterin der Grundschule Kleinenbremen gehört von Beginn an zum Planungsteam mit Elvira Karnath, Grundschulleiterin von Neesen sowie Susanne Sieker, Leiterin der Portaner Stadtbibliothek Porta.
Erstmals ist Hildegard Nockemann-Marx nicht an der Austragung des Wettbewerbs beteiligt gewesen. Die ehemalige Leiterin der Grundschule Eisbergen zählt ebenfalls zu den "Gründermüttern" und hat seit ihrer Pensionierung im Sommer 2009 ihren Zweitwohnsitz in Berlin. Sie ließ es sich allerdings nicht nehmen, beim Jubiläumsfinale dabei zu sein. Der Lesewettbewerb sei ihr nach wie vor "Herzenssache", sagt Nockemann-Marx.
Das Prozedere des Wettbewerbs, der von den heimischen Geldinstituten und Buchhandlungen gesponsert und von ehrenamtlichen Helfern mitgetragen wird, hat sich bis heute nicht geändert. In der Vorrunde an den Grundschulen werden 16 Jungen und Mädchen ermittelt, die im Geschäftsgebäude der Volksbank Eisbergen das Finale bestreiten. Während sich die Leseratten auf den ersten Teil der Endrunde mit zu Hause eingeübten Texten vorbereiten können, liegt die Latte nach der Pause höher mit einem unbekannten Text und Verständnisfragen dazu.
Dieser Prüfungstext muss ebenso gekonnt mit der richtigen Betonung und Geschwindigkeit vorgetragen werden. Darüber wacht die Jury aus Bankmitarbeitern, den Vorjahressiegern und Portas "Alt-Alt-Bürgermeister" Heinrich Schäfer.
Sowohl Organisatoren als auch Juroren haben neben dem gestiegenen Niveau eine neue Entwicklung festgestellt, berichtet Ute Gösch: "Der Jungenanteil unter den Profilesern nimmt zu."
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