Geöffnet ist die Börse im Museum für Bergbau und Erdgeschichte, Rintelner Straße 396, von 10 bis 17 Uhr. Die bisherige Bestmarke von 917 Gästen stammt aus dem vorigen Jahr.
Hilfe beim Rekordversuch erwartet Susanne Riedmayer, Geografin im Museum, von drei Bewohnern des Dino-Parks Münchehagen, die sich als Hingucker zur Verfügung stellen. Jeweils ein Mammut, Triceratops und Iguanodon wollen am Eingang Position beziehen, um Besucher in Scharen zu locken. Eins ist sicher: Diese Türsteher lassen alle rein. Präparator Nils Knötschke hat das urzeitliche Trio, eine Leihgabe aus Münchehagen, gestern angeliefert.
"Außerdem haben wir diesmal das Untergeschoss aufgewertet", berichtet Susanne Riedmayer. Dort bietet Olaf Schwitalla Zubehör und Geräte zum Präparieren von Fossilien an, Dr. Frank Rudolph als Betreiber eines Antiquariats Fachbücher. Für Vorführungen in der hauseigenen Präparationswerkstatt ist Mitarbeiter Mike Polschinski zuständig. Zum Essen und Trinken niederlassen können sich die Fans in der museumspädagogischen Werkstatt.
Ob Bergkristalle, Ammoniten oder gar seltene Steine aus fernen Ländern: Im Obergeschoss liegen wieder über viele Meter verteilt kleine Schätze parat. Erneut haben dort 25 Aussteller aus weiten Teilen Norddeutschlands ihre Stände aufgebaut, mehr würden auch keinen Platz finden.
Die meisten sind selbst Sammler, professionelle Händler sind klar in der Unterzahl. Kleinenbremen halten sie seit Jahren die Treue, schätzen die familiäre Atmosphäre und das Gespräch mit der gleichgesinnten Kundschaft. Wie es sich für ein Regionalmuseum gehört, stammen die Funde überwiegend aus der Region.
Private Sammler, denen große Börsen zu teuer wären, freuen sich über niedrige Standgebühren, das Publikum über moderate Eintrittspreise (Erwachsene ein Euro, Kinder 50 Cent). Mit den Einnahmen waren die Aussteller zuletzt stets sehr zufrieden. "Viele Gäste", so Susanne Riedmayer, "kaufen sich bei uns ihren Steinevorrat für ein ganzes Jahr, beispielsweise zum Verschenken."
Bei einer Tombola locken 300 Preise. Und ab 11.30 Uhr sind im stündlichen Rhythmus kurze Einfahrten ins Besucherbergwerk inklusive Führung möglich. Ein Tipp von Susanne Riedmayer: "Wer nicht ganz scharf auf ein besonderes Stück ist, sollte nachmittags kommen. Dann wird es leerer."
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