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29.06.2012
Schweife, Mähnen und Kopfhaar gestutzt
Tierquälerei in Friedewalde: Vier Stuten von unbekannten Tätern malträtiert / Pferdehalter erstattet Anzeige
VON ULRICH WESTERMANN

Petershagen-Friedewalde (Wes). Pferdezüchter Klaus Niemann ist fassungslos über die nächtliche Freveltat auf seiner Pferdewiese. Dort sind vier Zuchtstuten im Alter zwischen drei bis 16 Jahren von einem oder mehreren Tätern schlimm zugerichtet worden. Blut floss dabei glücklicherweise aber nicht.

Der gestutzte Schweif.

Den gutmütigen und zutraulichen Pferden wurden Schweif, Mähne und Kopfhaar abgeschnitten. "Das ist eine Amputation auf übelste Weise. Es wird lange dauern, bis die Haare nachgewachsen sind. Ich kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die so etwas tun", betont der 53-Jährige, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Die Täter schnitten auch die Mähnen der Pferde ab. | Fotos: Ulrich Westermann

Zudem wurde ein Tierarzt eingeschaltet.

Hofhund schlägt an

Am Sonntagabend war auf der Pferdewiese noch alles in Ordnung. Die vier Warmblutstuten zogen über die Weide, nur gut 100 Meter vom Wohnhaus und den Stallungen an der Förthofstraße entfernt.

Als Niemann am Montagvormittag einen Kontrollgang machte, sah er sofort, was geschehen war. Das abgeschnittene Haar lag im Gras, die Stuten standen einige Meter daneben. "Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Spuren konnten ebenso wenig wie Tatwerkzeuge entdeckt werden", berichtet Klaus Niemann.

Er vermutet, dass mindestens zwei Täter zu nächtlicher Stunde unterwegs waren, um der Reihe nach ein Pferd festzuhalten und dann möglicherweise mit einem scharfen Messer den Schweif sowie Mähne und Kopfhaar abzutrennen. "In der Nacht um zwei Uhr hat der Hofhund heftig angeschlagen. Ich habe ihm so lange gut zugeredet, bis er wieder Ruhe gab. Wahrscheinlich sind die Täter gestört worden und haben das Weite gesucht", so der Friedewalder Pferdezüchter.

Der Schweif habe üblicherweise eine Länge von 100 bis 120 Zentimetern. Die Täter hätten die Haare bis zur Schweifrübe auf 30 bis 60 Zentimeter abgeschnitten. Zudem seien Mähne und Stirnhaare böse gestutzt worden.

Ein Schweifschlag zur Abwehr der Insekten habe derzeit kaum Erfolg, bedauert Niemann.

Aus welcher Richtung der ungebetene Besuch die Wiese erreicht hat, ist ungewiss. Über die Förthofstraße ist die Zufahrt ebenso möglich wie über einen Wirtschaftsweg.

Auch der behandelnde Tierarzt ist empört: "So etwas Hinterhältiges habe ich noch nicht erlebt". Die Pferde müssen die Wiese verlassen und vorübergehend im Stall untergestellt werden.

Klaus Niemann hofft, dass die Täter ermittelt werden. Er hat eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Dazu kommen 100 Euro vom Tierarzt. Sachdienliche Hinweise nehmen die Polizei unter 0571/88660 und der Pferdebesitzer, Telefon 05704/593, entgegen.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 28.06.2012 um 23:12:23 Uhr

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Kommentare
Ich bin geschockt! Bei uns hat auch Jemand die Haare meines Pferdes abgeschitten. Das die Haare ab sind finde ich allerdings nicht das schlimmste,sondern viel mehr das sich Jemand Fremdes bei uns aufs Grundstueck getraut hat! Man weiss ja nicht was fuer Absichten derjenige vielleicht noch hat.
Seit es den Pferdeschaender gegeben hat sind wir Pferdebesitzer vorsichtig geworden, wir wollen unsere Tiere schützen das ist doch mehr als verständlich!!!

Ach Bergvolk!:
Nur weil einige hier erklären wieso es nicht nur eine andere Frisur ist (ein dämlicher, überflüssiger Kommentar!) den die Pferde nun eine sehr lange Zeit haben werden, ist man gleich als Gutmensch oder radikaler Tierfreund verschrien? Seltsame Aufassung. Und was die Sache mit den Fliegen am A...h angeht: Sehr treffender Kommentar als beispiel. Wobei es nicht nur die Fliegen sind, die mit dem Schweif abgewehrt werden, sondern auch dei viel ärgeren Bremsen, die einem Tier viel Leid bringen können. Insofern sind alle Kommentare die albern oder "lustig"? sein sollen eben absolut dämlich und zeugen von Unverstand. Und die Kommentare beweisen auch, eine Straftat wenn kein Blut geflossen ist, zählt scheinbar nicht? Wenn den gleichen Leuten dann aber das "Tafelsilber" gestohlen wird, dann ist das MT natürlich verpflichtet einen Bericht zu schreiben? Ich kann den Pferdehalter gut verstehen, ich selbst hätte eine unsägliche Wut auf solch kranke Gehirne.
Genau so wie ich solche Trollkommentare von einigen hier als unter aller Sau finde.

... was für ein Niveau !

Kommentare sind Meinungen zu bestimmten Themen. Wäre zwar schön, wenn sie durch Fachwissen geprägt und sachlich vorgetragen werden, müssen sie aber nicht.

Sich als "Gutmensch" und "Tierschützer" hinzustellen berechtigt aber nicht dazu, andere Menschern als Schwachmaten zu beschimpfen und Ihnen sonstwas an den Po zu wünschen.

Ich wünsche mir für die hier ausrastenden "Tierschützer" etwas mehr Gelassenheit beim Lesen von Kommentaren verbunden mit der Erkenntnis, wann etwas nur übertrieben kommentiert worden ist.

Wer keine Ahnung von Pferden hat sollte sich seine sinnlosen und überflüssigen Kommentare sonst wohin schmieren. Bis Schweif und Mähne nachgewachsen sind dauert es nicht ein paar Tage sondern Jahre. Scheinbar haben diese Schwachmaten hier nicht nur nix auf'm Kopf ,sondern auch nix im Kopf !!!!

@Leser ...
naja, damit darf man Sie also auch zu den "Tierfreunden" zäheln, die ihren Mitmenschen durch ordinäres Verhalten die Pest an den Hals wünschen. Unjd andere einfach so zu beschimpgen zeugt ja von Ihrer Liebensfähigkeit lebenden Wesen gegenüber.
Auch wenn es unnütz ist, der allgemeine Grund für die Kommentare war doch, dass ( ausser einem kleinen Handicap für ein paar Tage ) ein Riesenbohei um die Tiere gemacht wurde als ob die abgeschlachtet auf der Koppel gelegen haben. Nicht mher und auch nicht weniger.



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