Tierquälerei in Friedewalde: Vier Stuten von unbekannten Tätern malträtiert / Pferdehalter erstattet Anzeige
Den gutmütigen und zutraulichen Pferden wurden Schweif, Mähne und Kopfhaar abgeschnitten. "Das ist eine Amputation auf übelste Weise. Es wird lange dauern, bis die Haare nachgewachsen sind. Ich kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die so etwas tun", betont der 53-Jährige, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat.
Die Täter schnitten auch die Mähnen der Pferde ab. | Fotos: Ulrich Westermann
Zudem wurde ein Tierarzt eingeschaltet.
Hofhund schlägt an
Am Sonntagabend war auf der Pferdewiese noch alles in Ordnung. Die vier Warmblutstuten zogen über die Weide, nur gut 100 Meter vom Wohnhaus und den Stallungen an der Förthofstraße entfernt.
Als Niemann am Montagvormittag einen Kontrollgang machte, sah er sofort, was geschehen war. Das abgeschnittene Haar lag im Gras, die Stuten standen einige Meter daneben. "Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Spuren konnten ebenso wenig wie Tatwerkzeuge entdeckt werden", berichtet Klaus Niemann.
Er vermutet, dass mindestens zwei Täter zu nächtlicher Stunde unterwegs waren, um der Reihe nach ein Pferd festzuhalten und dann möglicherweise mit einem scharfen Messer den Schweif sowie Mähne und Kopfhaar abzutrennen. "In der Nacht um zwei Uhr hat der Hofhund heftig angeschlagen. Ich habe ihm so lange gut zugeredet, bis er wieder Ruhe gab. Wahrscheinlich sind die Täter gestört worden und haben das Weite gesucht", so der Friedewalder Pferdezüchter.
Der Schweif habe üblicherweise eine Länge von 100 bis 120 Zentimetern. Die Täter hätten die Haare bis zur Schweifrübe auf 30 bis 60 Zentimeter abgeschnitten. Zudem seien Mähne und Stirnhaare böse gestutzt worden.
Ein Schweifschlag zur Abwehr der Insekten habe derzeit kaum Erfolg, bedauert Niemann.
Aus welcher Richtung der ungebetene Besuch die Wiese erreicht hat, ist ungewiss. Über die Förthofstraße ist die Zufahrt ebenso möglich wie über einen Wirtschaftsweg.
Auch der behandelnde Tierarzt ist empört: "So etwas Hinterhältiges habe ich noch nicht erlebt". Die Pferde müssen die Wiese verlassen und vorübergehend im Stall untergestellt werden.
Klaus Niemann hofft, dass die Täter ermittelt werden. Er hat eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Dazu kommen 100 Euro vom Tierarzt. Sachdienliche Hinweise nehmen die Polizei unter 0571/88660 und der Pferdebesitzer, Telefon 05704/593, entgegen.
Seit es den Pferdeschaender gegeben hat sind wir Pferdebesitzer vorsichtig geworden, wir wollen unsere Tiere schützen das ist doch mehr als verständlich!!!