Zwei Mannschaften treten bei Boßelmeisterschaft an / Karl-Heinz Klusmeyer gelingt Rekordwurf
Um den Pokal bewarben sich zwei Mannschaften, die sich "Mühlenknechte" und "Mehlwürmer" nannten. Am Start waren Vereinsmitglieder und weitere Mühlenfreunde. Den Titel in der Petershäger Frei- luftarena in nördlicher Ortslage sicherten sich die "Mehlwürmer". Sie benötigten für die knapp vier Kilometer lange Wegstrecke zwölf Versuche weniger als die "Mühlenknechte" (66 zu 78).
"Kugelfischer" Lothar Müller sorgte mit einem Spezialgerät dafür, dass das Spiel nur kurzfristig unterbrochen wurde.
Schwungvoll schickten die beiden Teams die Kugel auf die Reise. | Fotos: Ulrich Westermann
Die Teilnehmer trafen sich an der Büschingschen Windmühle. Von dort ging es im Fahrzeugtransfer zum Parkplatz des Tennissportvereins Petershagen an der Eldagser Straße. Eine Mannschaft setzte sich aus 13 Personen zusammen.
Die Boßelmeisterschaft begann auf einem Wirtschaftsweg in Höhe des Tennisvereins. Bei Minustemperaturen und Sonnenschein bemühten sich die Boßelsportler, die Kugeln auf den Straßen und Grünstreifen so weit wie möglich zum Rollen und Hüpfen zu bringen. "Mühlenknechte" und "Mehlwürmer" waren mit großem Elan bei der Sache. Zunächst musste auf dem asphaltierten Weg eine kleine Steigung überwunden werden.
Dann ging es auf einer langen Geraden bis zur Hopfenbergstraße. Nach weiteren 100 Metern in östlicher Richtung war der Kreisradweg erreicht. Auf der ehemaligen Bahntrasse führte die nächste Etappe bis zur alten Bundesstraße 61. Von dort war eine gute Sicht auf die Pottmühle möglich.
Um den Straßenverkehr nicht zu gefährden, wurde der Wettbewerb zwischenzeitlich neutralisiert. Die Kugeln ruhten so lange, bis der Höhenunterschied zur Wesermarsch überwunden und ein Wirtschaftsweg östlich von Bad Hopfenberg erreicht war. Dort gab der 2. Vorsitzende der Mühlengruppe, Herbert Uebler, die Richtung vor: "Von hier geht es viele Hundert Meter geradeaus. Dabei haben wir die L 770 fest im Blick".
Nach einer Abzweigung in Richtung Weser führte der letzte Abschnitt zur maritimen Freizeitanlage am Hafen. Einige Teilnehmer nahmen viel Schwung und legten großen Wert auf ein hohes Tempo ihrer Boßelkugel. Dabei ließen sich einige "Irrläufer" nicht vermeiden. Mehrfach kamen die Kugeln unter dornenreichen Büschen, auf gefrorenen Äckern oder hinter Weidezäunen zum Stillstand.
Dann trat "Kugelfischer" Lothar Müller mit einem Spezialgerät in Aktion. Besondere Vorsicht war an Kurven und parkenden Fahrzeugen erforderlich. Die Buchführung hatten die Schiedsrichter Achim Schulz und Uwe von Piwenitzky übernommen.
Der Rekordwurf gelang Karl-Heinz Klusmeyer. Auf einer langen Geraden stoppte seine Kugel erst, nachdem sie weit über 100 Meter zurückgelegt hatte. Als Maskottchen begleitete Hund Anton die beiden Mannschaften. Zwischenzeitlich bereitete es ihm großen Spaß, nach den Kugeln zu schnappen.
Die Siegerehrung nahm Herbert Uebler vor. Er überreichte den Wanderpokal an Thomas Weiß.