Großenvörder Laienspieler sorgen mit plattdeutscher Komödie für Heiterkeit in Eldagser Sporthalle
Bei ihrem Gastspiel in der voll besetzten Sporthalle der Grundschule präsentierten sie die plattdeutsche Komödie in drei Akten "De Titanic draff nich ünnergoahn".
Bereits zum 32. Mal in ununterbrochener Folge öffnete sich in Eldagsen auf Einladung der Kyffhäuser-Kameradschaft der Vorhang für die Laienspieler aus dem benachbarten Niedersachsen. Die Erfolgsserie begann 1981, als im Dorfgemeinschaftshaus das Lustspiel "Revolutschon in Rixdörp" aufgeführt wurde. Der Umzug in die Sporthalle ("Dat Verlegenheitskind") fand 1993 statt.
Auch diesmal belohnte das Publikum die Darbietungen immer wieder mit Szenenapplaus. "Die Rollenbesetzung ist optimal", freute sich Friedhelm Siemann, der Regie führte.
Der Schwank spielt in einem kleinen Dorf. Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens steht die Gaststätte "Titanic". Diesen alten Familienbesitz hat vor einigen Jahren das Ehepaar Hermann und Elvira Finkenstädt von Oma Rosa übernommen. Nun muss die gemütliche Kneipe geschlossen werden. Der Grund sind finanzielle Probleme, die Hermann Finkenstädt mit seinen Spielschulden zu verantworten hat.
In dieser Situation übernimmt die Oma mit einer unglaublichen Geschichte das Regiment. Im Hintergrund zieht die resolute Frau sämtliche Register.
Der Plan sieht vor, dass Josef Schaffernicht aus München (hervorragend Reinhard Wesemann mit seinem bayerischen Dialekt) die urige Gaststube weit unter dem erwarteten Preis kauft, die Räumlichkeiten renoviert und ein Bordell einrichtet. Dazu kommen zwei Freundinnen von Sohn Tobias Finkenstädt, die in aufreizender Kleidung vor der "Titanic"- Eingangstür auf- und abgehen.
Pfarrer plaudert mit "leichter Dame"
Das Dorf ist in Aufruhr. Als dann noch der Pfarrer von einer "leichten Dame" in ein Gespräch verwickelt wird, ist der Skandal perfekt. Auch eine Frauenbeauftragte ist vor Ort, um dem "wilden Treiben" ein Ende zu setzen.
Es entwickelt sich eine muntere Komödie mit gelungener Situationskomik. Letztlich wird deutlich, dass die Oma mit ihrem Enkel das ganze Durcheinander inszeniert hat, um so die Gaststätte vor dem Untergang zu retten.
Für das Bühnenspektakel sorgten die Darsteller Christa Reckweg, Christian Meier, Karola Wehking, Manuel Barg, Georg Buschhorn, Reinhard Wesemann, Lena Weßling, Lena Sander, Andreas Kruse, Christin Kohlmeyer, Maike Mörling und Gerhard Reckweg.
Zum weiteren Team gehörten Friedhelm Siemann (Regie), Heinz Thiermann (Souffleur), Bianca Wischmann (Maske), Margret Heineking, Marlene Kogler (Spielerbetreuung) sowie Wolfgang Könemann und Paul Kogler (Bühnenaufbau).
Teilnahme an Theaterwettbewerb
Die Laienspielgruppe aus Großenvörde hatte drei Monate vor ihrer Saisonpremiere in Warmsen (14. Januar) mit den Proben für den Dreiakter begonnen. Auch in diesem Jahr wird im Südkreis Nienburg ein Theaterwettbewerb durchgeführt, den der Verein "Vörhang up" ins Leben gerufen hat. Auch die Großenvörder Laienspieler nehmen daran teil.
Die Spielzeit ist längst noch nicht vorbei. Das Gastspiel in Eldagsen war die siebte Aufführung in dieser Saison. Weiter geht es am Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr, im Lindenhof in Deblinghausen und am Samstag, 25. Februar, 20 Uhr, im Theater auf dem Hornwerk in Nienburg.