DRK-Studie verweist auf Verträglichkeit für Senioren / Junge Blutspender gesucht / Blutspender in Lahde geehrt
110-mal haben Karl-Heinz Limbach (Ilserheide), Werner Krause (Lahde) und Friedrich-Wilhelm Eick (Ilse) Blut gespendet. Grund zur Freude hatten auch Helmut Hofmeier (Lahde), Klaus Bultemeyer (Windheim), Walter Wiehe und Gerhard Möhring (beide Quetzen), die sich 100-mal in den Dienst der guten Sache stellten. Dazu kamen weitere 46 Personen für 25- bis 90-maliges Blutspenden.
DRK-Ortsvereinsvorsitzender Herbert Marowsky dankte den Jubilaren und Rotkreuzlern für ihre Unterstützung. Alle hätten schon früh erkannt, dass Spendenaktionen nicht immer etwas mit Geld zu tun haben müssten. "Sie erhalten mit ihren regelmäßigen Blutspenden vielen Menschen das Leben. Die Spendenbereitschaft ist für Kranke und Notleidende die Hoffnung auf Heilung und Besserung", sagte Marowsky. An die Jubilare richtete er den Wunsch, dem DRK-Ortsverein Lahde treu zu bleiben und weitere Menschen zu überzeugen, an Blutspendeaktionen teilzunehmen.
Stellvertretende Bürgermeisterin Helga Berg machte deutlich, dass es keinen künstlichen Ersatz für das menschliche Blut gebe. Allein der Blutspendedienst West benötige jeden Tag 4000 Spenden, um die Krankenhäuser mit Blut und Blutpräparaten versorgen zu können. "Die Fortschritte in der Medizin machen neue und kompliziertere Operationen möglich", wusste Berg.
DRK-Kreisgeschäftsführer Daniel Heine unterstrich, dass Blutspenden ein Symbol für selbstlose Hilfe sei. Seit vielen Jahren stelle der DRK-Ortsverein Lahde eine wichtige Säule im ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Bevölkerung dar.
Karsten Harmening vom Blutspendedienst West ging auf die gestiegene Lebenserwartung ein. Diese Entwicklung habe zur Folge, dass Probleme bei der Versorgung der Bevölkerung mit Blutkonserven auftauchten. Bisher seien die Blutspender spätestens mit dem 69. Geburtstag in Rente geschickt worden. "Das wird sich nun ändern. In einer Studie haben wir gezeigt, dass erfahrene Blutspender auch bis zum 71. Lebensjahr dabei sein können und ihre Blutspende genau so gut vertragen wie jüngere Menschen. Wenn die Gesundheit es zulässt, dürfen Wiederholungsspender in Zukunft sogar nach ihrem 72. Geburtstag weitermachen."
Die Auszeichnung der Jubilare nahmen die Leiterinnen des Blutspendedienstes und des Arbeitskreises "Soziales" im DRK-Ortsverein Lahde, Veronika Wagner und Lisa Lange, Herbert Marowsky und die Ehrengäste vor. In der Vorschau wurde auf Blutspendetermine hingewiesen: Schulzentrum Lahde (17. März, 15.30 bis 20 Uhr), Heimsen (6. April), Neuenknick (26. April), Schlüsselburg (7. Mai) und Frille (28. Mai).
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