Eltern für sonderpädagogischen Unterricht in der Regelschule / Petershagen weißer Fleck
Hierfür setzen sich zwölf Elternpaare ein, deren Kinder in Kindergärten integrativ betreut werden. Dort kümmern sich sonderpädagogisch ausgebildete Erzieherinnen zusätzlich um die Jungen und Mädchen.
"In Minden, Hille und Porta Westfalica ist nach dem Kindergarten der gemeinsame Unterricht in einer Grundschule möglich", erklärt Klaus-Dieter Nienstedt. "Die Stadt Petershagen ist ein weißer Fleck".
Der Vater eines Siebenjährigen möchte seinen Sohn in einer Regelgrundschule und nicht auf eine Förderschule schicken. Im Gemeinsamen Unterricht (GU) für Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf hätten Kinder mit Behinderungen eher eine Chance auf einen anerkannten Schulabschluss.
"Die Kinder lernen dort viel aktiver voneinander", ist sich Petra Werner sicher. Die Mutter einer Sechsjährigen plädiert für Unterricht auf einer Ebene: "Es gibt ja auch Kinder im Rollstuhl."
Dem stimmt Tanja Knoke zu. "Es sind auch andere Eltern am GU interessiert, deren Kinder noch in den Kindergärten sind", weiß die Mutter eines Sechsjährigen, der im Sommer in die Schule kommen soll. So sei der GU an einer Grundschule für mehr als einen Jahrgang gesichert.
Angelika Nienstedt hat sich in einigen Grundschulen erkundigt. Nicht überall sei die Bereitschaft für GU vorhanden, obwohl dies auch eine Chance für die Schule sei, fasst sie zusammen. Ehemann Klaus-Dieter verweist auf die Landesvorgabe, nach der in einer Grundschule der GU in einer Lerngruppe möglich ist, wenn genug Kinder angemeldet werden. Dann kümmere sich ein zusätzlicher Sonderpädagoge um die Kinder.
Derzeit sind vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in zwei Grundschulen angemeldet. In einem Gutachten wird jetzt festgestellt, welcher Förderbedarf für jedes Kind erforderlich ist.
"Die Stadt muss als Schulträger den Antrag für den GU beim Land stellen", verweist Klaus-Dieter Nienstedt auf ein Gespräch mit Bürgermeister Dieter Blume. Zum nächsten Elterntreff am Montag, 1. Februar, um 20 Uhr im Restaurant Alter Bahnhof sind Interessierte willkommen. Eltern können sich auch bei Familie Nienstedt, Tel.: 0 57 07/ 9 59 86, eMail:
kd.nienstedt@t-online.de, melden.
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