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04.05.2012
Buswendeplatz in Exter "schreit" nach Verschönerung
"Es soll hier ein wenig gemütlicher werden" / Studenten der FH Bielefeld nehmen Situation vor Ort auf
VON OLIVER PLÖGER

Vlotho-Exter (va). Der Buswendeplatz in Exter ist ein schwieriger Patient. Sein Anblick ist - bedingt nicht zuletzt durch die hier vorhandenen Müllcontainer - keine Augenweide. Vielleicht aber wird sich das alles beizeiten ändern. Studenten der Fachhochschule Bielefeld, Campus Minden, haben die Örtlichkeit gestern unter die Lupe genommen.

Verkehrsbelastung: In Exter ist viel los, Ortsvorsteher August-Wilhelm König muss deutlich sprechen, damit ihn der Bürgermeister (vorn links) auch versteht.

"Das ist wirklich keine einfache Aufgabe", meinte auch Professor und Diplom-Ingenieur Bernd Niebuhr, der sich allerdings mit den 15 Mindener Studierenden auf diese Herausforderung freut. Zwei, drei oder vier Wochen soll und darf es dauern, bis die ersten Entwurfspläne für die Umgestaltung des Wendeplatzes vorliegen. Die sollen dann öffentlich in der angrenzenden Sparkasse gezeigt werden.

In den nächsten Wochen werden sich die Studierenden Gedanken über die Aufwertung des Buswendeplatzes machen. Das Ergebnis soll dann öffentlich präsentiert werden.

Der Kontakt zur Hochschule war durch Anne Arnhölter zustande gekommen, Aktive im Arbeitskreis Dorfentwicklung. Gestern ebenfalls beim Ortstermin anwesend: Ortsvorsteher August-Wilhelm König, Bürgermeister Bernd Stute und Nutzer der umliegenden Gebäude. Sie alle zeigten sich dringend an einer Verbesserung des Platzes interessiert. Annegret Ottensmeyer, ebenfalls Arbeitskreis: "Ich fände es schön, wenn es hier ein wenig gemütlicher würde." Ob die versiegelte Fläche in jetziger Form dazu beitragen kann, war gestern die große Frage. "Ich habe in ganz Deutschland noch nie eine so große Bushaltestelle gesehen", meinte Bernd Niebuhr. Er fand die hier angelegte bepflanzte Insel gar nicht so schlecht, obwohl die - wie vom Bürgermeister betont - immer wieder "missbraucht" werde. "Zu Aktionen zum 30. oder 40. Geburtstag, bei denen Leute dann fegen müssen, ist das hier nicht gedacht."

Aus Reihen der Studenten kam bereits der Vorschlag eines Bistros. "Müssen die Altglascontainer unbedingt hier bleiben", war die Frage von Christina Stock, Architekturstudentin im sechsten Semester. Grundsätzlich, so Bürgermeister Stute, könne man sich darüber unterhalten, das Thema Container sei aufgrund der entstehenden Lärmbelästigung sensibel.

Zu viel Platz für die Busse? Professor Bernd Niebuhr könnte sich Verbesserungen für den Wendeplatz in Exter gut vorstellen. VA-Fotos: Oliver Plöger

Auch bei einer Veränderung der Zufahrtssituation an der großen Kreuzung konnte Bernd Stute nur geringe Hoffnungen machen. "Das ist eine Landesstraße, dort einen Kreisel einzurichten, wäre sicherlich schwierig." Über den hier durchrauschenden Schwerlastverkehr konnten sich die Studenten und ihr Professor gestern ein allzu deutliches Bild machen. "Ich sehe schon, was hier los ist", meinte Niebuhr. Und Stute: "Wenn es auf der Autobahn 2 einen Unfall oder Stockungen gibt, dann ist das hier das totale Chaos."

Die Studierenden haben gestern eifrig mitgeschrieben, skizziert und fotografiert. Zurück in Minden werden sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 03.05.2012 um 23:10:50 Uhr
Letzte Änderung am 03.05.2012 um 23:15:42 Uhr

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Kommentare
Hier wollen sich die Lokalpolitiker wohl ein Denkmal setzen. Statt diesen funktionierenden Platu sinnlos aufzureißen sollte die Stadt lieber ihre Abgaben reduzieren. Beispiele: Gebühren Waldfreibad, Gaspreise / Wasserpreise Stadtwerke, Kindergartenbeiträge, Gebühr Stadtbücherei, Gebühren Vlothoer Informationstage, Stadtbus, ..


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