Stadt appelliert an umweltbewusstes Handeln / Zusätzliche Biotonne für Rasenschnitt
Viele freuen sich auf den heidnischen Osterbrauch, die Wintergeister mit einem Feuer zu vertreiben. Dass darunter die Umwelt leidet, hat das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen in Erinnerung gerufen. Die Tagesgrenzwerte für Feinstaub in Nordrhein-Westfalen sei an den Osterfeiertagen beispielsweise im Jahr 2009 deutlich überschritten worden. Zugleich erinnert das Ministerium daran, dass Osterfeuer nur zulässig sind, wenn sie zur wirklichen Brauchtumspflege dienen. Dazu hat das Oberverwaltungsgericht Münster im Jahr 2004 klar gestellt, dass von Brauchtumspflege nur die Rede sein kann, wenn sie im Rahmen einer Veranstaltung zum Beispiel von einer Organisation oder einem Verein stattfindet. Deswegen appelliert die Stadtverwaltung an die Vlothoerinnen und Vlothoer: "Baum- und Strauchschnitt muss nicht verbrannt werden. Gegen geringes Entgelt kann man sich das Holz von der Stadt häckseln lassen. Verzichten Sie zum Schutz der Umwelt auf ein Feuer im Garten und besuchen Sie stattdessen die von einigen Löschgruppen der Vlothoer Feuerwehr oder von Vereinen ausgerichteten Traditionsveranstaltungen. Die haben sich seit Jahren als guter Ort für Brauchtumspflege und gute Geselligkeit bewährt."
Weitere Möglichkeiten zeige der städtische Abfallkalender auf. Die Umwelt- und Abfallberaterin der Stadt Vlotho, Elisabeth Ruhland, berät gern auch darüber, dass es ökologisch viel sinnvollere Alternativen als die Verbrennung gibt.
Neben der Biotonne gibt es in Vlotho seit vorigem Jahr das Zusatzangebot der Biosaisontonne für größere Mengen Rasenschnitt und Gartenabfälle. Die Tonne wird von Mai bis Oktober geleert und kostet entsprechend die Hälfte der Ganzjahres-Biotonne.
Im Frühjahr und Herbst kann einmal im Monat zu den im Abfallkalender angegebenen Terminen der Häcksler angemeldet werden. Baum- und Strauchschnitt wird gegen Gebühr auf dem Grundstück gehäckselt.
Für Grünabfälle in größeren Mengen, die nicht in der Biotonne oder Biosaisontonne sowie auf dem Kompost untergebracht werden und auch nicht gehäckselt werden können, gibt es folgende Anlieferstellen: Firma Schürmann, 5 Euro pro Pkw bis 100 Kilogramm, Firma Kompotec in Enger, 4,50 Euro pro Pkw bis 100 Kilogramm. Alle Informationen können im aktuellen Abfallkalender 2012 nachgelesen werden.
Wer zu den Entsorgungsmöglichkeiten Fragen hat, wird von Elisabeth Ruhland, Tel.: 924-429, oder unter der Email-Adresse:
e.ruhland@vlotho.de beraten, Fragen zu Osterfeuern beantwortet Gerhard Geier, Tel.: 924-126.