Günter Apke erstattet Anzeige nach Abbuchung von 28,41 Euro / Polizei: Erster Fall in Vlotho
Laut Kontoauszug habe sich Apke für ein Gewinnspiel registrieren lassen. "Niemals", meinte der Vlothoer und ließ den Betrag über seine Sparkasse stornieren. Außerdem erstattete er Anzeige.
Der Polizei sind bundesweit ähnliche Fälle bekannt. Zum Beispiel in Itzehoe, wie die Norddeutsche Rundschau berichtet. Betrugsopfer wurde ein Mann aus Steinburg. "Was hier passiert ist, ist illegal, denn der Mann hatte nie persönlichen Kontakt zu dieser Firma, gegen die die Polizei in Hannover wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Er hat ihr nie eine Abbuchungsgenehmigung erteilt", wird ein Polizeisprecher zitiert.
Genau so war es offenbar auch bei Günter Apke, der die Öffentlichkeit vor der Betrugsmasche warnt. Vielleicht laufen gerade ältere Bürger Gefahr, einen überschaubar wirkenden Betrag nicht zu hinterfragen ...
Der Sprecher zeigte sich überzeugt, dass die niedersächsische Firma im Besitz von Datensätzen ist, die auch Kontodaten enthalten - und zwar von Bürgern aus dem gesamten Bundesgebiet. "Woher diese sensiblen Daten stammen und wie die Firma in ihren Besitz gekommen ist, wissen wir nicht."
In diversen Internetforen wird bereits vor der Firma gewarnt. Hier war auch die Erfahrung gemacht worden, dass ein Mitarbeiter nach erfolgter Rückbuchung angerufen und mit Mahnung gedroht habe. "Ich hätte ein Einwurfschreiben bekommen, und da ich es nicht beantwortet hätte, wäre ich nun gebunden. Erstens habe ich keinen Brief von denen bekommen und mir ist schleierhaft, woher die meine Bankdaten haben", ereifert sich eine Nutzerin auf dem Portal "netmoms". Die Zeitschrift "Computer Bild" hatte das Thema ebenfalls aufgegriffen. Hier wird speziell auf die "automatische Verlängerung" hingewiesen, falls nicht auf dem Postweg gekündigt wird.
Immer wieder ist von Abzocke die Rede. Zwischenzeitlich werden die Anzeigen an die Polizei in Hannover weitergeleitet, dort wird das Sammelverfahren zentral bearbeitet.
Für Günter Apke bleibt es wichtig, die eigenen Kontobewegungen genauestens zu kontrollieren. Auch ein Betrag von 28,41 Euro, der dann ja monatlich gezahlt werden sollte, darf nicht "durchrutschen".
Keine konkrete Auskunft zum Verfahren gab gestern aus Datenschutzgründen die Kreispolizei Herford. Verwiesen wurde aber auf die leider "üblichen" Betrugsmaschen, die übers Internet laufen. Außerdem wies Polizeisprecher Uwe Maser darauf hin, mit gedruckten Kontoauszügen vorsichtig zu sein: "Nicht einfach in den Hausmüll werfen." Laut Vlothoer Polizei sei der Fall von Apke in der Weserstadt bislang der einzige, bei dem es zu einer Anzeige gekommen ist. Auch hier wird gerätselt, wie die Firma an die Daten gekommen ist. Apke besitzt zwar einen Computer, wickelt aber Bankgeschäfte nicht online ab und ist mit persönlichen Daten grundsätzlich vorsichtig.
Von dem betreffenden Unternehmen, das nur über eine kostenpflichtige Rufnummer zu erreichen ist, war gestern keine Stellungnahme einzuholen.
Habe zufällig in dieser Woche Stern-TV geschaut, da wurden auch Fälle geschildert, ich dacht noch wie kann das sein..ja und nun bin ich auch ein Opfer. Schön diesen Artikel gelesen zu haben, der beruhigt mich doch ein bißchen. Habe schon an mir gezweifelt ob ich nicht doch meine Daten jemanden gegeben habe.Ich werde jetzt auch diesen Weg gehen den Herr Apke gegangen ist.
Danke , ich glaube solche Gauner wird es immer geben, die sind mit allen Wassern gewaschen